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Quickborner Tageblatt

21. Oktober 2017 | 20:18 Uhr

Tänzerin will weiter unterrichten

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Hasloherin Heike Anger erlebt viele Hindernisse bei Versuch Aula anzumieten

Ein Beschluss des Beirats der Gemeinschaftsschule Rugenbergen während der jüngsten Sitzung lässt Heike Anger aufhorchen. Und Hoffnung schöpfen: Wann und von wem die Räume der Schule genutzt werden können, darf Rektorin Maike Hinrichsen künftig selbst entscheiden.

Hintergrund der Diskussion in dem Gremium waren Anfragen verschiedener Personen, die bis zur Schließung der Bönningstedter Volkshochschule (VHS) beispielsweise den Computerraum oder die Schulküche genutzt hatten. Oder die geräumige Aula – so wie die Hasloherin Heike Anger, die dort zum ersten Mal im November 2012 über die VHS den Kursus „Hula-Hoop-Dance“ angeboten hatte. „Seitdem habe ich mit viel Herzblut die Gruppe aufgebaut – dank der Teilnehmerinnen, die dabeigeblieben sind, gab es zuletzt sowohl Unterricht für Anfänger als auch für Fortgeschrittene“, berichtete die Trainerin.

Als Anger vergangenen Herbst von der Schließung der VHS erfuhr, begann eine kleine Odyssee. „Schon im Oktober habe ich in der Schule, bei der Gemeinde Bönningstedt und dem Amt Pinnau angerufen und gefragt, was ich tun muss, um die Aula anmieten zu können“, sagte sie. Auch mit dem Sportverein Rugenbergen (SVR) habe sie Kontakt aufgenommen. „Da hieß es zunächst, dass eine Sitzung abgewartet werden müsse – auf eine Rückmeldung habe ich vergeblich gewartet“, erinnerte sich die Sportlerin.

Also suchte sie Anfang Dezember erneut den Kontakt zum SVR – und bekam die Information, dass erst noch das Amt zustimmen müsse. Wieder wartete Anger, wieder passierte nichts. „Dabei sollte der nächste Kursus am 11. Januar starten“, sagte Anger. Auch eine weitere Nachfrage blieb unbeantwortet. „Umso erstaunter war ich, als ich am 14. Januar in der Geschäftsstelle des SVR anrief und mir gesagt wurde, dass ich am 11. Januar die Aula hätte nutzen können“, berichtete Anger. Dabei seien weder die Raummiete, der Preis für die Teilnehmer noch ihr Honorar oder das Prozedere der Anmeldungen geklärt gewesen.

„Also strich ich den Kurs zähneknirschend, denn eine späterer Beginn war wegen meines bereits geplanten Urlaubs nicht möglich“, sagte Anger. Noch vor ihrer Abreise bat sie erneut per E-Mail, die Details zu klären. „Zwei Wochen später erhielt ich einen Ausschreibungsvorschlag, der vorsah, für einen Kurs mit 75 Minuten und einen mit 45 Minuten den gleichen Preis zu berechnen“, sagte Anger. Auf ihre Änderungswünsche sei wiederum keine Antwort gekommen.

„Ich wollte so gern am 11. April wieder starten“, sagte die Trainerin. Doch bislang sei es nicht möglich gewesen, Einzelheiten mit dem Verein zu klären. „Da habe ich mir mühsam Kurse aufgebaut und werde dauernd gefragt, wann es wieder losgeht – und ich kann keine Antwort darauf geben“, ärgert sich Anger. Wieder in der Aula in Bönningstedt unterrichten zu können, sei optimal: „Da ist genug Platz für bis zu 20 Teilnehmer“, weiß sie aus Erfahrung. Während der Woche in Sporthallen zu trainieren sei unmöglich: „Die sind alle belegt“, sagt sie. Und hofft, im April wieder starten zu können. „Wenn sich genügend Teilnehmerinnen finden, auch wieder für Anfänger“, so ihr Wunsch.Mit großem Erstaunen stellte Anger schließlich am vergangenen Donnerstag fest, dass auf der Webseite des SVR nun doch plötzlich ihre beiden Kurse im Programm auftauchen. „Mich hat niemand informiert“, sagte sie - und wünscht sich zu Ostern, dass doch alles klappt und sie bald wieder die Reifen kreisen lassen kann.>

www.hulahoop.de


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