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Quickborner Tageblatt

16. Dezember 2017 | 08:59 Uhr

Süße Früchte und Honig vom Golfplatz

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Club An der Pinnau pflanzt alte Obstsorten an

von
erstellt am 01.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Sie tragen klingende Namen und in fünf bis acht Jahren auch süße Früchte: 60 Obstbäume hat das Greenkeeper-Team des Golfclubs An der Pinnau in Quickborn-Renzel neben die Spielbahnen gepflanzt.

Die Apfelsorten Purpurroter Cousinot, Philippa, Seestermüher Zitronenapfel, dazu die Graue Hühnerbirne, die Haus-Zwetschge und andere Arten sollen auf einem ungefähr 12  000 Quadratmeter großen Brachland Wurzeln schlagen. Insgesamt wachsen drei Kirsch-, drei Birnen-, acht Zwetschgen- und 46 Apfelbäume in Sichtweite der Golfspieler. Die Hochstammsorten sollen etwa 50 bis 80 Jahre lang halten. „Ein Teil unserer Philosophie ist der Naturschutz. Ein Golfplatz bietet die Möglichkeit, schöne Biotope zu schaffen“, begründete der Zweite Vorsitzende Erik Ballauff das Engagement.

Mit der Aktion nimmt der Verein als einer von zwei Golfclubs in Deutschland an dem Projekt „Allianz – Bäume für die Zukunft“ teil. Der Finanzdienstleister Allianz Deutschland fördert an bundesweit 60 Orten die Anpflanzung von Obstwiesen und arbeitet dabei mit der Allianz Umweltstiftung und der Stiftung NatureLife-International zusammen. Für den Kauf der Bäume zahlte der Konzern dem Golfclub An der Pinnau 2000 Euro, für Schilder und die Öffentlichkeitsarbeit weitere 1000 Euro. Die Patenschaft der Aktion in Renzel übernahm Nicolas Biehl vom Allianz-Büro Wedel.

Der Golfclub möchte mit der Obstwiese nicht nur Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten. „Im Laufe des Jahres wollen wir Schüler herführen und sie darüber informieren, was wir auf dem Golfplatz für den Naturschutz tun“, kündigte Ballauff an.

Nach der Gründung des Clubs im Jahr 1982 ließen die Golfspieler etwa 10  000 Bäume auf ihrem ungefähr 65 Hektar großen Gelände südlich der Landesstraße 76 pflanzen. 2008 eröffneten sie nördlich davon ein 35 Hektar großes Spielgelände, das sie nach Art der schottischen Dünenlandschaften als sogenannten Links-Course angelegt hatten; der Begriff Links bezeichnet die Verbindung von Strand und Weideland. Auf dieser Seite der L  76 wachsen die Obstsorten.

Am Waldrand wies der Verein sogenannte Sukzessionsflächen aus. Die Biotope werden sich selbst überlassen. Das nächste Projekt ist bereits geplant: Das Greenkeeper-Team wird zwischen den Obstbäumen eine Wiese für Wildbienen anlegen. Es wird dort ein von der Deutschen Wildtierstiftung entwickeltes regio-zertifiziertes Wildbienensaatgut ausbringen. „Wir bieten den Insekten damit gute Ernährungsmöglichkeiten“, erläuterte der Club-Geschäftsführer Nils Scheller. Eine Imkerin wird Völker aufstellen. Den Golfplatz-Honig will der Clubvorstand bei Wettbewerben als Preise vergeben. Nicht zuletzt platzierte das Greenkeeper-Team mitten in dieser Wiese einen Felsen als Unterschlupf für Reptilien.

Der Deutsche Golf Verband (DGV) würdigte das grüne Engagement des Renzeler Vereins im April 2015 mit der Verleihung des Gold-Zertifikats seines Umweltprogramms Golf&Natur. Deutschlandweit erhielten neun Anlagen die Auszeichnung.


>www.pinnau.de

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