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Quickborner Tageblatt

21. Oktober 2017 | 07:24 Uhr

Quickborn : Stürme halten Feuerwehr in Atem

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Bilanz 2013: Brandschützer rücken 325 Mal aus - ein Anstieg der Alarmierungen um 62 Prozent

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2014 | 16:21 Uhr

125 Jahre alt ist die Quickborner Feuerwehr 2013 geworden. Gleichzeitig ist es auch das Jahr eines neuen Rekords für die Brandbekämpfer: 325 Mal rückte die Quickborner Feuerwehr aus. So oft wie nie zuvor. „Es ist ein Anstieg um 62 Prozent. Fast jeden zweiten Tag ein Einsatz“, fasst es Feuerwehrsprecher Wido Schön zusammen. Im Durchschnitt seien es pro Jahr gewöhnlich um die 200. Zeit für eine Bilanz: Schön und Wehrführer Christof Fehrs haben sich gut vorbereitet, Daten gesichtet, die besonders schweren Fälle des vorigen Jahres herausgepickt.

Grund für den Anstieg der Einsätze seien die beiden Stürme „Christian“ (28. Oktober) und „Xaver“ (5. Dezember) gewesen. Obwohl zwischen den heftigen Orkanen Monate lagen, kam es zu zwei Einsätzen, die sich sehr ähnelten: „Sie waren so was von identisch“, betont Schön. Durch die Windböen waren jeweils zwei 25 Meter hohe Kiefern umgefallen und hatten die Dächer der Häuser durchschlagen. „Ich hatte beide Male die Einsatzleitung. Jeweils fünf Stunden waren wir vor Ort, unterstützt vom THW“, erinnert er sich. Jeweils 36 Stunden seien die Männer während der Stürme auf Trab gehalten worden. „Mit allen verfügbaren Kräften, pausenlos. Am Schluss waren wir am Ende unserer Kräfte“, schildert Schön.

Was viele nicht wissen: Längst rückt die Quickborner Feuerwehr auch in andere Bundesländer aus. Fünf Tage lang, vom 19. bis 22. Juni, waren die Blauröcke im Rahmen des Katastrophenschutzes bei einem Hochwassereinsatz in Sachsen-Anhalt. Mit zehn Männern und zwei Fahrzeugen unterstützen sie ihre Kollegen aus dem Kreis Pinneberg. „Ganze Landschaftsstriche standen im Landkreis Stendal unter Wasser“, berichtet Fehrs. Zu den Aufgaben gehörten dort unter anderem die Deichsicherung und Pumparbeiten auf überfluteten Grundstücken.

Ein großer Aufgabenbereich ist selbstverständlich das Löschen von Feuern. Der Brand zweier Heuballen in Quickborn-Renzel am 18. April, der auf das Hauptgebäude überzugreifen drohte, sowie das Feuer im Himmelmoor (9. Juni) auf einer 2500 Quadratmeter großen Fläche ließen die Feuerwehr ausrücken. Auch das Feuer (22. September) in einem Mehrfamilienhaus in der Bahnhofstraße blieb nicht nur den Brandbekämpfern, sondern auch den Anwohnern der Innenstadt in Erinnerung.

Dann ist da auch noch das Tagesgeschäft: Wenn der Alarm von Brandmeldeanlagen in den Firmen in der Leitstelle aufläuft, muss die Feuerwehr ebenso raus wie bei einem Rauchmelder-Alarm in Wohnungen und Häusern. Oft würden qualmende Kochtöpfe oder rauchende Mikrowellen den Alarm auslösen, so Schön.

Todesfälle bei Bränden gab es 2013 nicht. Aber fünfmal fanden die Feuerwehrmänner im Rahmen von so genannten Haus-und Hof-Einsätzen ältere Menschen in ihren Wohnungen, die eines natürlichen Todes gestorben waren. „In solchen Fällen werden wir gerufen, um verschlossene Türen zu öffnen.“

Wie beliebt die Quickborner Feuerwehr ist und wie groß das Interesse der Bevölkerung an ihr ist, lässt sich an den Besucherzahlen festmachen: Zur 125-Jahr-Feier kamen 700 Gäste, 3000 waren es beim „Tag der offenen Tür“, und beim Kreisjugendfeuerwehrtag tummelten sich mehr als 450 Jugendliche auf dem Gelände der Feuerwache. „Man kann sagen, dass fast jeden Tag etwas los ist in der Feuerwache. Inklusive am Samstag“, sagt Schön nicht ohne Stolz.




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