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Quickborner Tageblatt

20. August 2017 | 08:09 Uhr

Quickborn : Sticker gegen Fremdenhass

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Arbeiterwohlfahrt und Stadt Quickborn starten kreisweite Kampagne „Awo für Vielfalt – gegen Rassismus“.

Quickborn | „Gott sei Dank merke ich im Kreis Pinneberg wenig von Rassismus“, sagte Wolfram Gambke gestern während eines Pressegesprächs in Quickborn. Dann fügte der Projektleiter der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hinzu: „Nichtsdestotrotz wollen wir als Awo dem Motto Vielfalt gegen Rassismus folgen.“ Dem pflichtete Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) bei: „Jedes Zeichen für Toleranz, Verständnis und Offenheit ist ein Bekenntnis zur unserer Willkommenskultur.“

Deshalb prangen künftig Sticker mit dem Slogan „Awo für Vielfalt – gegen Rassismus“ auf den Autos des Wohlfahrtsverbands. „Mit dem Aufkleber wollen wir ein Zeichen setzen“, sagte Gambke. Und die Botschaft dürfte ankommen: Immerhin verfügt die Awo im Kreis Pinneberg laut Gambke über ein Dutzend Fahrzeuge, die regelmäßig unterwegs sind. „Die Aufkleber sind gut sichtbar und erregen Aufmerksamkeit“, befand Gambke. Auch in Quickborn und Umgebung werden die Sticker mittelfristig zu sehen sein. Denn wie Köppl mitteilte, „wird auch die Stadt Quickborn ihre Dienstwagen damit bestücken. Nicht für die nächsten 100 Jahre. Aber so lange sie gut aussehen, bleiben sie drauf“.

Auf diese Weise gesellen sich zu dem Awo-Fuhrpark etwa fünf weitere Autos, die für Pluralität und gegen Fremdenfeindlichkeit durch die Lande fahren werden. „Mich hat dieses Angebot von Herrn Köppl überrascht, das finde ich ganz toll“, sagte Gambke erfreut.

Aber nicht nur Quickborns Stadtoberhaupt unterstützt die Aktion, vielmehr findet sie kreisweit großen Anklang bei den Bürgermeistern. So werden Volker Hatje aus Elmshorn, Niels Schmidt aus Wedel, Urte Steinberg aus Pinneberg, Christiane Küchenhof aus Schenefeld und Heike Döpke aus Barmstedt noch in dieser und in den kommenden Wochen die Kampagne ebenfalls bewerben. „Nach meiner bisherigen Kenntnis kann auch noch mit Anja Radtke aus Rellingen gerechnet werden“, berichtete Gambke.

Um einen öffentlichkeitswirksamen Auftritt zu erzielen, organisiert die Awo laut dem Projektleiter für den 25. September einen Konvoi mit allen beklebten Fahrzeugen, der in Itzehoe starten soll. Außer dem Kreis Pinneberg beteiligen sich im Land nach Awo-Angaben auch die Kreise Steinburg, Herzogtum Lauenburg und Stormarn sowie die Hansestadt Lübeck an der Aktion.

Eine weitere Kooperation zwischen Awo und der Stadt Quickborn findet derzeit auf dem Gebiet der Flüchtlingshilfe statt. „Die Stadt Quickborn verteilt Willkommensgutscheine im Wert von 15 Euro pro Person, die in unseren Sozialkaufhäusern in Wedel, Pinneberg, Elmshorn und Uetersen eingelöst werden können“, erläuterte Gambke.

Zudem leistet der Wohlfahrtsverband seit fünf Jahren durch die Initiative „Migranten helfen Migranten“ Integrationshilfe. Im Rahmen dieses Sprachmittlerprojekts unterstützen Übersetzer mit Migrationshintergrund unentgeltlich Migranten, deren Deutschkenntnisse gering sind.

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erstellt am 13.Aug.2015 | 13:45 Uhr

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