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Quickborn : Stadtplanung: CDU weist Vorwurf zurück

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die SPD hatte Versäumnisse moniert und auch im Stadtmarketing Ärger ausgelöst.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2015 | 09:30 Uhr

Quickborn | Mit ihrer Kritik an der Stadt Quickborn in puncto Innenstadtplanung und Flächennutzungsplan hat die örtliche SPD für Verärgerung gesorgt. Die Sozialdemokraten monierten zuletzt, es sei versäumt worden, diese Punkte langfristig zu betrachten, weshalb benachbarte Kommunen gegenüber Quickborn bereits im Vorteil seien. „Die Meinung der SPD, andere Kommunen in der näheren Umgebung seien Quickborn weit voraus, ist pure Polemik“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung, die die CDU-Fraktion am Dienstagabend veröffentlichte.

Doch nicht nur beim politischen Kontrahenten, sondern auch in der Arbeitsgruppe Stadtmarketing rief die SPD negative Reaktionen hervor. Stein des Anstoßes ist der Halbsatz „Die Einführung eines Stadtmarketings mag hilfreich sein“ in der Mitteilung, die SPD-Ortsvereinsvorsitzender Eckhard Schramm am vergangenen Donnerstag verschickt hatte. Diese Formulierung zitierte Peter Gudelius in seiner Reaktion im Namen der Arbeitskreise Wirtschaft und Leben im Stadtmarketing, die er am Montagabend veröffentlichte. Dabei kommt Gudelius zu dem Schluss: „Die folgenden Worte aus der SPD-Pressemitteilung sagen deutlich, was die SPD von den Stadtmarketingaktivitäten und den Stadtmarketing-Aktivisten hält: Nichts.“ Dies habe sich bereits in der jüngsten Hauptausschusssitzung angedeutet, „als die SPD nicht nur die Bedenkenträgerin gab, sondern auch die Kompetenz der Stadtmarketing-Aktivisten infrage stellte“, schrieb Gudelius.

In der besagten Sitzung hatte der Ausschuss die anwesenden Stadtmarketingmitglieder nach inhaltlicher Diskussion und skeptischen Äußerungen seitens der SPD-Vertreter hinsichtlich der Finanzierung und Professionalität letztlich mit dem Auftrag entlassen, die Gründung eines Vereins voranzutreiben. Darauf bezieht sich auch die CDU-Fraktion in ihrer Stellungnahme. Während der Sitzung habe die SPD gezeigt, „dass sie kein wirkliches Interesse an einem Stadtmarketing hat“. Die Vorwürfe von Versäumnissen in Sachen Innenstadtplanung und Flächennutzungsplan wies die CDU-Fraktion zurück. „Die Stadt hat mit ihrem Flächennutzungsplan, dem Einzelhandelskonzept und dem Programm 2010 eine langfristige und zukunftsorientierte Planung eingeleitet, die dafür gesorgt hat, dass eine Entwicklung in der Innenstadt erst möglich wurde“, heißt es dazu in der Mitteilung. Für eine grundsätzliche Überarbeitung des Flächennutzungsplans gebe es zurzeit keine Veranlassung.

Die SPD hatte in ihrer Mitteilung gefordert, freie Flächen in der Innenstadt müssten „sorgfältig und zukunftsorientiert geplant werden“. Zudem hatten die Sozialdemokraten angekündigt, eine Bestandsaufnahme vornehmen und unter dem Arbeitstitel „Quickborn – 2050“ ein neues Konzept entwickeln zu wollen. Die CDU-Fraktion konterte dieses Vorhaben: „Die SPD hat offensichtlich geschlafen und noch nicht bemerkt, dass die Bestandsaufnahme vor zwei Jahren schon stattgefunden hat.“

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