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Quickborner Tageblatt

20. August 2017 | 08:09 Uhr

Quickborn : Stadt braucht 17 Hektar mehr

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Ein Gutachten rät: Bis 2030 sollte die Eulenstadt deutlich mehr Gewerbefläche ausweisen. Angebot und Nachfrage kollidieren.

Quickborn | Um sein Potenzial als Wirtschaftsstandort in den kommenden Jahren ausschöpfen zu können, braucht Quickborn deutlich mehr Gewerbefläche. Knapp 17 Hektar sind es, die die Eulenstadt ausweisen sollte, um den prognostizierten Bedarf für überörtliche Unternehmen bis 2030 decken zu können. Zu dieser Empfehlung kommt ein Gutachten, das die Lübecker Beratungsfirma Cima im Auftrag von 18 schleswig-holsteinischen Kommunen erstellt hat.

Erfasst wurden „überörtlich bedeutsame Gewerbeflächenstandorte entlang der A7 zwischen Neumünster und Norderstedt“, so die Formulierung in der Pressemitteilung. Demgemäß heißt die Studie „Regionales Gewerbeflächenkonzept – Region A7-Süd“. Im Rahmen der Präsentation am Dienstag im Artur-Grenz-Saal sagte Quickborns Wirtschaftsförderin Maren Rusch: „Wir sehen uns durch das Gutachten bestätigt.“

Vor allem darin, die Erweiterung des Gewerbegebiets Nord voranzutreiben. „Wir sind seit zwei Jahren dabei. Der nächste Schritt ist, die Flächen zu kaufen und zu entwickeln. Das geht in die politischen Gremien“, erläuterte Rusch gestern. Das Gebiet steht aufgrund seiner Nähe zur A7 und der vorhandenen Erweiterungsfläche im Fokus des Interesses – sowohl bei der Stadtverwaltung als auch bei den Gutachtern. Diese seien zu dem Schluss gekommen, dass das 40 Hektar große Gebiet theoretisch um 45 Hektar erweitert werden könne, so Rusch. „Das Gebiet von der Größe her zu verdoppeln, ist nicht realistisch. Aber um 20 Hektar schon. Damit wären wir gut aufgestellt“, betonte die Wirtschaftsförderin. Das Gutachten hat in ihren Augen vor allem bestärkende Funktion. „Wir haben damit belastbare Zahlen, mit denen wir auch gegenüber der Landesplanung auftreten können.“

Dies gilt auch für die übrigen 17 Kommunen entlang der A7 mit Gewerbegebieten von mehr als fünf Hektar Fläche. Diese Mindestgröße war außer der geografischen Lage ein Kriterium, um zum Untersuchungsgegenstand zu werden. Laut Projektleiter Uwe Mantik liegt der prognostizierte Flächenbedarf bis 2030 bei 280 Hektar. Vorhanden seien knapp 314 Hektar Fläche, deren Entwicklung durch entsprechende Nutzungs- und Bebauungspläne gesichert sei.

„Eine Botschaft des Gutachtens ist also, dass ein gutes Angebot vorhanden ist“, resümierte Mantik. Aber man müsse sich Gedanken machen, „weil die Flächen endlich sind und zudem falsch verteilt sein können.“

Denn im südlichen Teil der Region – zu dem Quickborn zählt – träfen ein knappes Angebot und erhöhte Nachfrage aufeinander, lautet eine Kernaussage der Studie. „Die vorhandenen Flächen liegen eher im nördlichen Bereich, im südlichen fehlen sie“, bestätigte Rusch. Für Quickborn könnte sich dies unterdessen bald ändern. „Wir sind mit unseren Planungen auf einem guten Weg“, sagte Rusch. Nun auch bestärkt durch ein Gutachten.

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erstellt am 26.Nov.2015 | 00:32 Uhr

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