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Sportler in der Heidkamp-Halle bleiben ohne Publikum

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Quickborn | Eine Sanierung, der Aufbau einer Tribüne oder ein Abriss und Neubau - was mit der Sporthalle Heidkamp im Schulzentrum Süd passieren soll, war am Donnerstagabend Thema des Ausschusses für Bildung, Kultur und Freizeit.

Für eine bessere Atmosphäre bei Veranstaltungen und um den Boden der Halle zu schonen, hatte sich die Fachschaft Sport des Elsensee-Gymnasiums eine Tribüne für Zuschauer gewünscht. Auch wenn sich die Ausschussmitglieder am Ende einig waren - es herrsche Diskussionsbedarf. Schulleiter und Kollegen des Elsensee-Gymnasiums und der Goethe-Schule hatten im Zuschauerraum Platz genommen und wollten alle Stellung beziehen.

Ralf Gercken, Teamleiter Strategie und Management der Stadt Quickborn, machte keinen Hehl daraus, was seine Verwaltung von der Idee eines Umbaus für eine Tribüne halte: "Wir haben damit finanzielle Bauchschmerzen." Das Sanierungsvolumen - ohne Einbau einer Tribüne - würde laut eines Sichtgutachtens etwa 912 000 Euro betragen. Eingeschlossen wären die Sanierungen von Fassade und Dach, Sanitärmaßnahmen, Innenausbau, Arbeiten an Heizung, Lüftung, Elektronik, und Brandschutz. Die Stadt schätzt die Investitionen auf 1,3 Millionen Euro. "Grob geschätzt" würde die Errichtung einer Tribüne weitere 500 000 bis 750 000 Euro betragen.

Michael Bülck, Schulleiter des Elsensee-Gymnasiums, brachte die Argumente seines Kollegiums an. Moderne Hallen hätten eine Tribüne. Zuschauer sollten die Möglichkeit haben bei Turnieren dabei zu sein und nicht nur mit geringer Zahl am Rand im Innenraum stehen zu können. Viele Zuschauer würden zudem mit Straßenschuhen über den Hallenboden laufen. Für Lehrer ergebe sich außerdem ein Aufsichtsproblem, wenn sich sich Kinder während schulischen Sportveranstaltungen nicht in der Halle aufhalten können.

Silke Binger, Schulleiterin der Goethe-Schule, die mit der Verlegung ins Schulzentrum Süd die Halle noch häufiger nutzen wird, sagte zum Wunsch nach der Tribüne: "Wenn es jetzt nicht gemacht wird, wird nie gemacht." Es gehe darum, zukunftsfähig zu sein.

Von den Ausschussmitgliedern aus CDU, SPD, FDP und Grüne kamen mehrere Zweifel und alternative Vorschläge zur Tribüne. "Die CDU sieht das sehr kritisch", sagte Henning Meyn über den gewünschten Zuschauerraum. Die SPD um Daniela Ziri und der neuen Ausschussvorsitzenden Ingrid Cloyd-Nuckel stellten zunächst einen Antrag auf eine Kostenermittlung einer neuen Halle mit Tribüne. Die Halle sei schließlich bereits 30 Jahre alt. Außerdem rechnet laut Cloyd-Nuckel die SPD mit Sanierungskosten von drei Millionen Euro.

Dies brachte der Fraktion allerdings Gegenwind ein. "Wir haben gerade zwei neue Hallen gebaut. Wir wissen, wie teuer das ist", sagte Meyn. "Wir haben die die Gelder nicht zur Verfügung", so Marion Rodde von den Grünen. "Ein Abriss wäre für mich ein Gau. Das würde ich versuchen zu verhindern", sagte Gercken.

Letztlich zog die SPD ihren Antrag zurück. Der Ausschuss stimmte der Sanierung der Halle zu - allerdings ohne Tribüne. Die Sanierung der Halle erhielt sechs Ja-Stimmen, Andreas Torn (CDU) enthielt sich.

Das zweite Thema über das diskutiert wurde, über das jedoch voraussichtlich erst im September entschieden wird, spielt sich ebenfalls im Schulzentrum Süd ab. Gercken stellte ein mög liches Raumkonzept für die Goethe-Schule und das Elsensee-Gymnasium vor, die künftig beide die Räumlichkeiten am Heidkamp nutzen.

Die anwesenden Vertreter der beiden Schulen wiesen den Ausschuss auf die Bedeutung eines Foyerbereichs, eines Schülerlabors, eines Berufsorientierungsraums und eines Medienraums hin. Bislang konnten nicht alle Wünsche im Konzept berücksichtigt werden.

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erstellt am 10.Aug.2013 | 03:14 Uhr

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