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„Auf den Rat der Fachleute nicht gehört“ : Sporthalle Heidkamp: SPD kritisiert „Sparsanierung“

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Sozialdemokraten konnten sich mit ihren Anträgen nicht durchsetzen und ziehen ein Resümee.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Quickborn | Lange Zeit hat es gebraucht, bis die Politik die Varianten zur Sanierung der Sporthalle Heidkamp im Schulzentrum-Süd auf den Weg gebracht hat. Doch für die Quickborner SPD ist es nicht der große Wurf geworfen. Die Sozialdemokraten konnten sich mit ihren Anträgen in der Sitzung des Bildungsausschusses nicht durchsetzen und ziehen ein Resümee.

„Die Sporthalle Heidkamp wird sparsaniert“, urteilt jetzt Eckhard Schramm, Vorsitzender des Quickborner SPD-Ortsvereins, und nennt eine Reihe von Beispielen, die nachbesserungswürdig seien. „Die asbestbelastete Fassade soll entgegen dem Rat der Fachleute nicht angefasst werden. Genauso soll mit der Trinkwasserinstallation verfahren werden. Auch hier wird entgegen dem Rat der Fachleute nicht saniert. Es muss also weiterhin mit Legionellenbefall gerechnet werden“, sagt Schramm und spielt darauf an, dass es bereits einen Legionellen-Alarm beim Trinkwasser in der Sporthalle gab.

Dass die Beleuchtung mit 500 Lux erneuert wird, kritisiert die SPD ebenfalls. „Die SPD hatte hier eine großflächige Beleuchtung von 750 Lux gefordert“, sagt Schramm. Allerdings wundert er sich darüber, dass eine 16 Quadratmeter große Fläche, auf der Boxkämpfe stattfinden sollen, in den Genuss einer Beleuchtung von 1000 Lux kommen soll.

Zwar werde auch beabsichtigt, den Hallenboden zu erneuern, doch wie es darunter aussieht wisse heute noch niemand. „Es gibt zum Teil Wassereintragungen in die Senkpfosten für die Sportgeräte“, sagt Schramm. Auch die zum Teil 30 Jahre alte Heizungsanlage müsste nach heutigem Energiestandard erneuert werden.

Auf die Kosten geht die SPD ebenfalls ein. Die beschlossenen Instandsetzungsmaßnahmen sollen laut Verwaltung mit etwa 2,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. „Hierbei handelt es sich ausdrücklich um eine Kostenschätzung, die erfahrungsgemäß locker um 25 bis 35 Prozent übertroffen wird“, befürchtet Schramm. Dann würden die Kosten für die Sanierung der Sporthalle auf 3,3 Millionen Euro ansteigen.

Aufgrund dieser Bedenken hatte die SPD im Ausschuss einen Kostenvergleich zwischen Instandsetzung und dem möglichen Neubau einer Sporthalle vorgeschlagen. Wie berichtet, wurde der Antrag abgelehnt. „Die endgültigen Kosten für die Sparsanierung der Sporthalle stehen heute noch nicht fest und werden aus Sicht der SPD noch für manche Überraschung gut sein“, so Schramm.

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