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Gemeinschaftsschule Rugenbergen : Spiele-Nacht als Abschlussprüfung

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Schüler der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen bereiten eine eigene LAN-Party vor - als Abschlussprojekt.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Diese „Prüfung“ wird anders als alle, die Niklas, Alexander, Julian und Finn-Ole jemals absolviert haben: Die Neuntklässler der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen bereiten derzeit ihr Abschlussprojekt vor, um den Realschulabschluss zu erreichen. Die Aufgabe, die sie sich dafür gestellt haben lautet: Organisation und Durchführung einer LAN-Party.

Das bedeutet: Bis zu 50 Mitschüler ab 16 Jahren bringen ihre Computer mit sämtlichem Zubehör am 17. Januar nachmittags in die Aula der Schule. Dort werden die Rechner miteinander vernetzt und am Abend geht es dann los. Die ganze Nacht lang darf gespielt werden. „Natürlich unter Aufsicht von Lehrkräften“, betonen die Jugendlichen. Dass zur Organisation mehr gehört als das bloße Verkabeln von Computern stellten Mentor Jan Nocke (Mathematik-, Physik- und Informatiklehrer) schnell fest. Also wurden die Aufgaben verteilt: „Julian kümmert sich um die Sicherheitstechnik“, erzählt Niklas. Zum einen gehörten Flucht- und Rettungswege, aber auch der Brandschutz dazu, zum anderen auch das Wohlbefinden der Spieler. „Julian ist bei der Johanniter-Jugend und den Schulsanitätern“, begründet Niklas. „Ich kümmere mich um die Website, die Facebook-Seite und die Veranstaltungsordnung“, erklärt Finn-Ole. Verhaltensregeln wurden aufgestellt und diskutiert, eine Einverständniserklärung der Eltern entworfen. „Alle Schüler unter 18 Jahren müssen dieses Formular unterschrieben vorlegen“, so der Schüler. Alexander kümmert sich um die Technik. „Wir haben schon kleinere LAN-Partys gemacht, aber so viele PCs zu vernetzten ist eine Herausforderung“, sagt Niklas. Eine, die großen Spaß mache, aber auch viel Arbeit mit sich gebracht habe. Mehrmals seien sie mit ihrem Lehrer in die Universitäts-Bibliothek gefahren, um entsprechende Bücher auszuleihen.

Rektorin Maike Hinrichsen ist von der Tatkraft der Schüler begeistert. „Das Projekt wird dokumentiert und Eltern wie Schülern in einer Ausstellung zugänglich gemacht“, so Hinrichsen. In die Bewertung fließen auch die Formalien ein: Projekt-Mappe, Präsentation, Durchführung und Nachbereitung der Lan-Party werden schließlich benotet.

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