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Streit um Gronauquerung in Quickborn : SPD sagt nein zum Bürgerentscheid

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Genossen werfen den Christdemokraten Populismus vor. „Projekt nicht gegen jegliche Vernunft realisieren!“

von
erstellt am 30.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Quickborn | Entscheiden die Quickborner Bürger bald über die Gronauquerung? Die Quickborner CDU spricht sich dafür aus, sollte es keine politische Mehrheit für die Umgehungsstraße, die das Gewerbegebiet mit dem Ortskern verbinden soll, geben.

Der Bürgerentscheid als letzter Ausweg? Die SPD hält dagegen: „Es ist populistisch und fahrlässig, einen Bürgerentscheid herbeiführen zu wollen, um ein Projekt gegen jegliche Vernunft doch zu realisieren. Und die Prokopf-Verschuldung steigt als Folge ins Uferlose. Wer will das verantworten?“, fragt Eckhard Schramm, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Quickborn. Um das Projekt auf den Weg zu bringen, bräuchte die CDU die Stimmen der FDP. Doch die Liberalen würden einer Umgehungsstraße nur dann zustimmen, wenn die Straße für den Schwertransport gesperrt werde.

Die Genossen haben hingegen Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) auf ihrer Seite, der jüngst während eines Besuchs des Ortsvereins klargestellt hat, dass es für den Neubau einer innerstädtischen Straße keine Fördergelder geben wird. „Erhalt statt Neubau“ lautet die Handlungsrichtlinie der Landesregierung, so der Verkehrsminister. Darüber habe man sich im Koalitionsvertrag geeinigt. Dass die CDU die Äußerungen des Landesverkehrsministers kritisierte und an dem Politiker kein gutes Haar ließ –„ins Blaue reden“ lautete der CDU-Vorwurf, dies möchte Schramm so nicht stehen lassen.

„Die CDU sollte mal über ihren Tellerrand schauen, denn Reinhard Meyer ist ein hochgeschätzter Minister auch seitens der CDU-Fraktion im Landtag“, sagt Schramm. So habe CDU- Fraktionsmanager Hans-Jörn Arp über Meyer gesagt, er sei einer der wenigen Lichtblicke in der Regierung. Fakt sei, so Schramm, dass es kein Geld vom Land geben wird und dieses Projekt somit gescheitert sei.

Dass die Gronauquerung durch ein ausgewiesenes Fauna-Flora-Habitat verlaufe, gibt die SPD auch zu bedenken. Durch die vielfältigen Auflagen würde das Bauvorhaben sehr viel teurer. Die Kosten belaufen sich nach ersten Schätzungen auf zehn Millionen Euro. Da es von der Landesregierung laut Aussagen von Meyer keine Zuschüsse geben wird, müsste die Stadt das Bauvorhaben über den Haushalt finanzieren. Schramm pries erneut das Verkehrsmodell der SPD an, das die Bahnhofstraße entlasten soll, indem der Verkehr von der Autobahn über die Ulzburger Landstraße bis zum Harksheider Weg geleitet wird.

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