Quickborn : SPD-Ortsverein mit neuer Spitze

Eckhard Schramm (links) ist der neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Jens-Olaf Nuckel (rechts) ist sein Stellvertreter. Sie verabschiedeten Enno Hasbargen, der vier Jahre lang an der Spitze stand.
Eckhard Schramm (links) ist der neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Jens-Olaf Nuckel (rechts) ist sein Stellvertreter. Sie verabschiedeten Enno Hasbargen, der vier Jahre lang an der Spitze stand.

Eckhard Schramm löst Enno Hasbargen als Vorsitzenden ab. Die Sozialdemokraten planen eine eigene Zeitung für die Eulenstadt.

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01. November 2013, 12:00 Uhr

Nach vier Jahren als SPD-Vorsitzender trat Enno Hasbargen nicht wieder an. Während der jüngsten Mitgliederversammlung am Mittwochabend im Awo-Treff waren Neuwahlen und Ehrungen die wichtigsten Tagesordnungspunkte. „Mir ist klar geworden, dass man nur Vorsitzender sein kann, wenn man auch im Tagesgeschäft der Ortspolitik steckt – als Mitglied der Fraktion, in den Ausschüssen und in der Ratsversammlung ist. Das bin ich aber schon seit 2008 nicht mehr.“

Die neue Führung stand schon in den Startlöchern: Eckard Schramm (64) wurde neuer Vorsitzender. Jens-Olaf Nuckel, ehemaliger SPD-Fraktions-Chef und Urgestein der Partei, ist sein Stellvertreter. Horst Ziri wurde als Kassenwart bestätigt. Hasbargen gratulierte der neuen SPD-Spitze mit den Worten: „Ich freue mich, dass zwei äußerst politisch und pragmatisch denkende und handelnde Personen gewählt wurden. Ihr seid ein gutes Team.“

Eckhard Schramm, am 19. März 1949 in Hannover geboren, lebt seit 1992 in Quickborn, war Gründungsmitglied der „WIR“-Wählergemeinschaft sowie Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Nach der Auflösung der Wählergemeinschaft im Dezember 2012 wurde er Mitglied der SPD-Fraktion und ist bürgerliches Mitglied im Ausschuss für Kinder, Jugend und Soziales. Nuckel, der auch für seine 40-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde, ist bereits seit 1986 kommunalpolitisch engagiert. Anfangs aufgrund seiner beruflichen Orientierung als Architekt im Bereich Planung, später mit Schwerpunkt Bildung. Als langjähriger Vorsitzender des Bildungsausschusses und SPD-Fraktions-Chef hat er sich einen Namen gemacht.

Schramm gab bekannt, dass die SPD in Quickborn künftig auch zwischen den Wahlen stärker in die Öffentlichkeit gehen und ihre Politik erläutern will. Dafür werde an einer Neuauflage des „Eulenspiegel“ in Quickborn gedacht, der wegen des Titelschutzes jetzt als „Eulenblick“ herauskommen soll. „Wir arbeiten schon an einer Null-Nummer und hoffen, in diesem Jahr die erste Ausgabe herausbringen zu können“, sagt Schramm.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst-Dieter Rossmann berichtete nach der Mitglieder-Ehrung über die Situation in Berlin. „Wir sind zwar weit hinter unseren Erwartungen bei der Bundestagswahl gelandet. Man kann aber nicht so lange wählen, bis einem das Ergebnis passt. Im Bund haben wir mit 2,7 und in Quickborn mit 2,6 Prozentpunkten zugelegt, wodurch wir die absolute Mehrheit der CDU auf beiden Ebenen gebrochen haben“, sagte er. Jetzt gehe es darum, so viel SPD-Programm wie möglich durchzusetzen. Nach den Koalitionsverhandlungen in Berlin werden 470 000 Mitglieder über das Ergebnis entscheiden. „Um euch die Entscheidung zu erleichtern, habe ich unser Wahlprogramm mitgebracht – zur Erinnerung, was wir den Wählern versprochen haben.“

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