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Quickborner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 06:40 Uhr

Quickborn : Sorgen um das Gronautal

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Es gibt Sorge, dass die vorhandenen Biotope durch das geplante Straßenbauprojekt zwischen Halenberg und Malchower Brücke verschwinden müssten.

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2014 | 16:00 Uhr

Quickborn | Vertreter des BUND, des Nabu und der BFQ hatten Pressevertreter zu einem Ortstermin an die Gronaubrücke gebeten. Sie brachten ihre Sorge zum Ausdruck, dass die vorhandenen Biotope wie die mäandrierende Gronau, der Auwald, ein Moortümpel und überwachsenes fossiles Dünengebiet durch das geplante Straßenbauprojekt zwischen Halenberg und Malchower Brücke verschwinden müssten.

Die aktiven Bürgerinnen und Bürger hatten Trassierbänder durch den Wald gezogen, um Maße und Lage der geplanten Straße in die Landschaft und damit den starken Einschnitt in das FHH-Gebiet zu verdeutlichen. Damit der Ohlmöhlenweg und die Feldbehnstraße zukünftig als innerstädtische Verbindungsstraße, einschließlich eines Fuß- und Radweges, genutzt werden könne, müsse die Straße auf insgesamt 15 Meter verbreitert werden.

„Hier handelt es sich um eines der letzten Biotope das wir in Quickborn haben. Es ist ein besonderer Naturraum und deshalb auch Landschaftsschutzgebiet“, so Jürgen Dammers vom BUND. Gisela Oden-Behrendt vom Nabu ergänzte: „Wir haben hier seltene geschützte Vögel, denen ihr Naturraum genommen würde.“ Die geplante Trasse würde dann weiter am Rodelberg und Bolzplatz vorbei durch die Feldmark zur Malchower Brücke geführt. Wenn an der neuen Straße auch Wohnbebauung geplant sei, würden die Neubürger nach der Stadt im Grünen suchen, denn die Natur wird immer weiter dezimiert. „Es geht nicht nur um den Eingriff in die Natur. Zusätzlich gibt es eine Beeinträchtigung durch den zu erwartenden Verkehr. Die Stadt schätzt 11.000 Fahrzeuge pro Tag, die Staub und Lärm verursachen und vor den neuen Wohnhäusern entlang fahren. „Wir wollen unser Naherholungsgebiet erhalten. Es geht nicht nur um die Frösche, was immer hervorgehoben wird. Es geht um die Menschen, die die Spazierwege benutzen und wir wollen nicht, dass unseren Kindern dieser Naturraum genommen wird“, so die Naturfreunde.

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