Sonne, Laufen und Rekorde

Gemeinsames Aufwärmen: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt machten sich die Läufer startklar.
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Gemeinsames Aufwärmen: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt machten sich die Läufer startklar.

Der TuS Holstein veranstaltete den 41. Quickborn Run / 600 Läufer: Teilnehmerzahl des Vorjahres wurde erneut getoppt

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19. November 2018, 16:56 Uhr

Pünktlich um 10 Uhr am gestrigen Sonntagmorgen feuerte Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) auf dem Rathausplatz in der Eulenstadt die Startpistole für den 25-Kilometer-Lauf des 41. Quickborn Runs ab. Nur zehn Minuten später knallte es erneut zum Start der 10-Kilometer-Strecke. Bereits über eine halbe Stunde vorher liefen viele der Teilnehmer durch die Quickborner Innenstadt, um sich wegen der Temperaturen um den Gefrierpunkt aufzuwärmen. Trotz der Kälte meinte der Himmel es gut mit den Läufern, Organisatoren sowie zahlreichen Helfern. Bei strahlendem Sonnenschein starteten rund 600 Teilnehmer und damit noch einmal mehr als im vergangenen Jahr, sagte René Croissier, der den beliebten Lauf im Namen des Turn- und Sportvereins (TuS) Holstein schon seit Beginn organisiert.

In diesem Jahr hatte Croissier mit einigen krankheitsbedingten Ausfällen innerhalb seines Helferteams zu kämpfen, wie er berichtete. Noch bis kurz vor dem Start gelang es dem engagierten Organisator jedoch für jeden Posten Ersatz zu finden. Darunter war auch der 80-jährige Fiete Holz aus Hasloh, der die vergangenen Jahre immer mitgelaufen ist. Da er gesundheitlich angeschlagen war, wechselte er auf die andere Seite und versorgte die Läufer an der Verpflegungsstelle bei „Kilometer Acht“ am Hasloher Friedhof mit Snacks und Getränken.

Gita Tardel und Peter Wunderlich aus Hamburg-Niendorf liefen zum ersten Mal mit und waren begeistert von der guten Organisation der Veranstaltung. Insbesondere die Möglichkeit, sich vor und nach dem Lauf in der warmen Halle des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums aufzuhalten, schätzten beide hoch ein. Auch Ascol Pollok aus Hasloh gefielen Organisation und Atmosphäre des Quickborner Runs. Pollok nimmt pro Jahr an bis zu zehn verschiedenen Läufen teil. „Der Spaß steht im Vordergrund. In der Masse macht es viel mehr Freude als allein durch die Walachei zu laufen“, sagte sie.

Die 77-jährige Karin Fuhr aus Hamburg berichtete beim Zieleinlauf: „Es war ein ganz toller Lauf. Es ist eine wunderschöne Strecke durch die Natur.“ Fuhr hat bereits 1972 ihren ersten Marathon gelaufen. Mittlerweile sei für sie nicht mehr die Zeit, sondern nur das Durchkommen die Hauptsache. Daher war sie kein bisschen traurig, als Letzte des 10-Kilometer-Laufs ins Ziel gekommen zu sein.

Sieger in der Disziplin wurde Hailezgi Meresie mit einer neuen Bestzeit von gerade einmal 32 Minuten und 47 Sekunden. Auf Platz zwei landete Brhane Gebrebrhan vor Jose Carlo Poyatos-Castillo. Dörte Zimmermann kam auf Platz 14. Sie war damit die Beste der Frauen.

Die Goldmedaille in der Königsdisziplin, dem 25-Kilometer-Lauf holte sich wie im Vorjahr Luigi Babusci. Er verbesserte seine Zeit noch einmal von 1:32:21 auf jetzt sagenhafte 1:28:26. Zweiter wurde Montes Gonzalez, Platz drei belegte Johannes Wittmar. Als schnellste Frau lief auf der 25 Kilometer langen Strecke Claudia Willamowski mit einer Stunde, 47 Minuten und 57 Sekunden durchs Ziel.

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