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Quickborn : Sieger-Entwurf für Gemeindehaus vorgestellt

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Wohnungsbau soll Kosten decken. Projektleiter Stefan Scholz kündigt an: Teurer als geplant.

shz.de von
erstellt am 31.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Quickborn | Zwei Wochen, nachdem die evangelische Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh ihre Pläne für den Neubau des Gemeindezentrums in Hasloh vorgestellt hatte, präsentierte sie am vergangenen Sonntag die Pläne für die Neugestaltung des Areals rund um die Marienkirche in Quickborn.

„Wir haben den Ideenwettbewerb im September angestoßen“, sagte der Hamburger Architekt Stefan Scholz, der die Ausschreibung als Projektleiter begleitete, bei der Vorstellung im Gemeindehaus. Sein Vorschlag für Hasloh hatte das Preisgericht überzeugt, so dass er sich dort gegen vier Mitbewerber durchsetzte.

In Quickborn ging es jedoch nicht nur um das neue Gemeindehaus, sondern um die Neugestaltung des gesamten Geländes – inklusive Pastorat und Friedhof, der 2023 aufgelöst werden soll. Vier Vorschläge wurden eingereicht, unter denen das Preisgericht seinen Favoriten wählte.

Der Entwurf des Büros „Wuttke Architekten studio42“ überzeugte die Jury am meisten. „Die Kirche, das Gemeindehaus und das Pastorat wurden als eine Einheit gestaltet, was die Farbgebung und Materialien anging. Die deutliche Abgrenzung zur Wohnbebauung war ein wichtiger Faktor“, begründete Scholz. Zudem sei die Kirche klar als Mittelpunkt des Areals zu erkennen.

Barrierefreiheit durch einen Fahrstuhl

Über die Raumaufteilung des zweistöckigen Gemeindehauses, das mit einem Fahrstuhl barrierefrei errichtet werden soll, werde noch diskutiert, berichtete der Projektleiter, ebenso über das neue Pastorat, das an der Bahnhofstraße entstehen soll. Überarbeitungsempfehlungen beträfen den Erhalt der alten Bäume im Bereich der geplanten Wohnbebauung. Nach derzeitiger Planung würde das Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus aus der neuen Parkanlage an den Nordfriedhof verlegt. Dies sei bereits mit der Stadt besprochen.

„Wir reden hier nicht nur von einem Gemeindehaus, sondern von einem zentralen Ort der Stadt“, sagte Scholz und ergänzte: „Die Planung der Neugestaltung leitet auch die Veränderungen für das gesamte Quartier ein.“ Eines hatte der Architekt bereits zu Beginn seines Vortrags klargemacht: Das Gemeindezentrum werde teurer als geplant.

Zahlen nannte er nicht, ebenso wenig wie Hartmut Ermes, Vorsitzender des Kirchengemeinderats. Auch zur Höhe der Budgetvorgabe seitens der Kirche wollte sich Ermes nicht äußern. Diese sei noch variabel. Dafür warb er für die Spendenaktion für die Bauprojekte in Quickborn und Hasloh. Handzettel lagen im bisherigen Gemeindehaus aus.

Die Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh hat zur Finanzierung der beiden Bauprojekte in Hasloh und Quickborn ein Spendenkonto eingerichtet: VR Bank Pinneberg, IBAN: DE56 2219 1405 0057 0263 10, BIC GENODEF1PIN, Verwendungszweck: „Bau Hasloh“ oder „Bau Quickborn“. baf

Die Mehrkosten sollen über Wohnbebauung finanziert werden. „Wir planen derzeit mit 50 Wohneinheiten mit maximal 70 Quadratmetern Wohnfläche“, so der Vorsitzende des Kirchengemeinderats. Insgesamt seien 3000 Quadratmeter Wohnfläche geplant – im Bereich der Ellerauer Straße und der Straße Am Freibad. Betreutes Wohnen werde derzeit ebenso diskutiert wie sozialer Wohnungsbau, den die Stadt favorisiere.

Das neue Gemeindehaus in Hasloh soll im Sommer 2017 fertiggestellt werden, da dann das bisherige Gemeindehaus im Mittelweg 2 abgerissen werde. Für Quickborn steht indes noch kein Zeitplan fest. „Wir müssen erst einmal den nächsten Schritt gehen und den Bebauungsplan 39 ändern lassen“, sagte Ermes.

Und wann soll das Gemeindehaus spätestens bezogen werden? „So schnell wie möglich“, betonte Ermes, und schob nach: „Das bisherige Gemeindehaus kostet uns hinsichtlich Klimaschutz und Substanzerhalt viel zu viel Geld.“

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