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Quickborner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 21:57 Uhr

Soroptimisten : Sie kämpfen für Frieden

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die internationale Fraueninitiative will im Sommer einen Club im Kreis Pinneberg gründen.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2017 | 16:00 Uhr

Ellerbek | Bewusstmachen, Bekennen und Bewegen – diese drei Attribute hat sich die Organisation Soroptimist International zur Aufgabe gemacht. Es ist eine weltweite Organisation von Frauen für Frauen und Kinder. In mehr als 132 Ländern gibt es etwa  3000 Clubs der Soroptimistinnen. Weltweit kann die Organisation sogar mehr als 80000 Mitglieder verzeichnen, in Europa sind es 35000.

Die Initiative der Soroptimist International Hamburg-West gründete sich im Sommer 2002. Am 11. Juli soll die Initiative, passend zum 15. Geburtstag, in Gründung eines Clubs gehen. „Wenn bis dahin alles so klappt, wie wir uns das erhoffen“, sagte Regina Rudolph, Präsidentin der Initiative Hamburg-West.

Auch im Raum Pinneberg hat sich eine Gruppe von engagierten Frauen zusammengefunden: Die Initiative Soroptimist International Hamburg-West. Gemeinsam setzen sie sich ehrenamtlich für benachteiligte Frauen und Kinder deutscher wie ausländischer Herkunft ein. Zu ihrem monatlichen Treffen versammelten sich Mitglieder und Interessierte im Ellerbeker Restaurant „Heinsens“.

Vor knapp vier Jahren fand sich die Initiative zusammen. Nun soll der nächste Schritt gewagt und ein Club gegründet werden. „Wir sind momentan elf Mitglieder. Um jedoch einen Frauenclub gründen zu können, müssen wir 15 sein“, sagte Anja Artzt, Vizepräsidentin der Initiative Hamburg-West. Dann soll sich jedoch auch der Name des Clubs von Hamburg-West in Pinneberg ändern.

Die Mitglieder kommen aus Pinneberg, Halstenbek, Rellingen, Elmshorn und Ellerbek. Bereits beim jüngsten Treffen waren vier Interessierte Frauen vor Ort. „Erst ein Club in Gründung kommt in die Netzwerke der Soroptimistinnen rein. Man hat mehr Rechte“, erklärte Artzt. Die Initiative hat sich im Raum Pinneberg schon einen Namen gemacht. Verschiedene Projekte auf dem Rellinger Weihnachtsmarkt und im Schenefelder „Stadtzentrum“ ermöglichten es dem Club, unter anderem das Dolli-Einstein-Haus der Awo in Pinneberg zu unterstützen.

Rellinger Handwerkermarkt

„Wir haben auch an Flüchtlingskinder in der Türkei gespendet“, erklärte Artzt im Gespräch.  In diesem Jahr werden die Frauen auch auf dem Rellinger Handwerkermarkt mit einem Stand vertreten sein. Die Initiative hat sich das Thema Kunst federführend in Projekten zu eigen gemacht.

Das Hauptthema der Soroptimistinnen weltweit lautet jedoch Bildung. Was Soroptimist International eigentlich ist und was für Ziele die Organisation verfolgt, erklärte an diesem Abend Elisabeth Meisinger, Mitglied des Soroptimist-International Europe Extension-Komitee. „Wir sind eine Gemeinschaft und das besondere ist eine enge Verbindung, die ein Wir-Gefühl schafft“, sagte Meisinger. Innerhalb der Organisation gebe es zahlreiche Service-Clubs, die sich als eine formal organisierte Gruppe von Menschen mit gemeinsamen Werten bilden. „Gemeinsam setzt man sich für das Wohl anderer ein“, betonte sie.

Innerhalb der Clubs herrsche das sogenannte Berufsgruppenprinzip. „Es sollen von möglichst vielen Berufsgruppen Mitglieder dabei sein. Ansonsten könnten wir ja auch beispielsweise eine Lehrerkonferenz abhalten“, witzelte Meisinger. Auch das Solidaritätsprinzip hat sich die Organisation auf die Fahne geschrieben. „In den Clubs wird sich gegenseitig geholfen“, betonte sie weiter. Neue Mitglieder werden vorgeschlagen. Nur, wenn der Club sich einstimmig für die Aufnahme entscheidet, kann diese erfolgen. Dies nennt sich das Vorschlagsprinzip.

Meisinger betonte ebenfalls, was die Organisation nicht sein soll: „Wir sind keine politische Partei, keine religiöse Organisation, kein Berufsverband und kein Kränzchen, dem man aus Statusgründen angehört.“ Stattdessen sei die Soroptimist International die weltweit größte Service-Organisation berufstätiger Frauen, deren Ziele sich unter anderem auf Menschenrechte für alle und weltweiten Frieden konzentrieren.

Meisinger stellte dar, was von den Clubschwestern verlangt wird. „Absagen bei Verhinderung, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Zuhören und geordnet miteinander diskutieren“, zählte sie dabei auf. Auch ein Mindestalter von 21 Jahren ist vorgesehen. Außerdem sollen Frauen berufstätig sein und kein politisches Amt oder Mandat innehaben. Fünf Mal im Jahr muss jedes Mitglied bei Club-Abenden präsent sein. Die Jahres-Mitgliedschaft kostet 180 bis 350 Euro, die Kosten variieren je nach Region. Weitere Informationen zur Organisation Soroptimist International gibt’s auf der Webseite.

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