Tierliebe in Quickborn : Siam Sammy verzweifelt gesucht

Die Zwillinge Hannah und Celina Bätjer vermissen ihren Siamkater und hoffen darauf, dass er noch gefunden wird.
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Die Zwillinge Hannah und Celina Bätjer vermissen ihren Kater.

Der Edelkater kam nach einem Ausflug nicht mehr zurück. Die Zwillinge Hannah und Celina Bätjer vermissen ihren Siamkater und hoffen darauf, dass er noch gefunden wird.

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29. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Quickborn | Es ist wohl das Schlimmste, was einem Katzenliebhaber passieren kann, wenn der Stubentiger von einem Streifzug nicht mehr nach Hause zurückkehrt. Familie Bätjer aus Quickborn-Heide hat genau das erlebt, und seitdem ist die Trauer insbesondere bei den Zwillingen Hannah und Celina groß. „Seit dem 24. November vermissen wir unseren Siamkater Sammy“, sagt Vater Martin Bätjer, der mit seiner Familie in der Bahnstraße 50 wohnt. Obwohl schon mehr als vier Wochen vergangen sind, hofft er immer noch inständig auf ein Wunder. Und mit ihm Hannah, Celina und seine Frau Caren.

„Sammy ist noch jung. Er wurde im März geboren und war erst seit Mai bei uns“, so Bätjer. Er sei ganz schnell ein echtes Familienmitglied geworden, was auch an seinem für Siamkatzen typischen sanften, ruhigen und selbstbewussten Wesen gelegen habe. Das könnte auch der Grund für sein rätselhaftes Verschwinden sein. „Vielleicht ist er durch eine geöffnete Tür in ein fremdes Haus gelaufen und hat es sich dort gemütlich gemacht“, so Bätjer. Seiner Einschätzung nach passt das zu dem Selbstbewusstsein des Katers. „Er hat vor nichts Angst.“ Dagegen glaubt die Familie nicht, dass jemand den Kater entführt hat. Grund: „Wir wohnen 50 Meter von der Bahnstraße entfernt, und wenn er rausgegangen ist, dann immer nach hinten. Und da kommt nichts mehr“, sagt Bätjer.

Auch am 24. November hat er es so gemacht. Gegen 16 Uhr startete er seine Runde, kam dann aber nicht wie sonst üblich nach zwei Stunden zurück. „Wir haben gerufen und gerufen“, sagen Hannah und Celina. Sammy blieb verschwunden. Die Familie reagierte und befragte in den folgenden Tagen alle Nachbarn. Niemand hatte ihn gesehen.

Zurück blieb auch die Katze Mimi, Gefährtin von Sammy und zwei Monate jünger als er. „Sie war zum Zeitpunkt seines Verschwindens drin, ist aber seitdem sehr schreckhaft.“ Anders als ihr edler Gefährte, ist Mimi eine Hofkatze, ebenso wie der alte Kater der Familie, der immerhin mehr als 17 Jahre alt wurde. Als sich die Bätjers schließlich aus Altersgründen von Larry trennen mussten, war der Entschluss schnell gefasst: Nun sollte ein neuer Kater ein schönes Zuhause an der Bahnstraße bekommen.

Siam Sammy ist ein typischer Vertreter dieser edlen, teuren und alten Rasse. Er ist beigebraun, hat als Albino natürlich blaue Augen und außerdem kakaobraune Ohren. An den Hinterbeinen hat er die für Siamkatzen typischen Querstreifen. Hinweise auf Siamkatzen gibt es in der Literatur bereits im 14. Jahrhundert. Sie durften zunächst ausschließlich von Mönchen und Mitgliedern asiatischer Herrscherfamilien gehalten werden. Ende des 19. Jahrhunderts kam das erste Paar nach Europa – als Gastgeschenk an einen britischen Konsul. Er begründete damit die erste Zucht.

Sammy ist kastriert, gechipt und bei Tasso registriert. „Wir wünschen uns so sehr, dass er zurückkommt. Wir haben schon überall gesucht, bei der Polizei und beim Tierarzt Bescheid gegeben. Bitte schauen Sie in Ihren Garagen, Schuppen und Gartenhäusern nach. Für Hinweise über Sammys Verbleib wären wir dankbar und würden auch einen angemessenen Finderlohn bezahlen“, appelliert die Familie an die Leser unserer Zeitung und bittet um Information unter Telefon (0176) 48593390.

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