zur Navigation springen

Zweiter Abschnitt gerät ins Stocken : Schwierigkeiten bei weiterer Planung der „Neuen Mitte“ in Hasloh

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Gemeinde Hasloh möchte das geplante Neubaugebiet erweitern, findet aber kein Planungsbüro für die Ausschreibung.

shz.de von
erstellt am 13.Jul.2017 | 10:00 Uhr

Hasloh | Der zweite Bauabschnitt des Neubaugebietes „Neue Mitte“ in Hasloh wird für die Politiker der Gemeinde zu einem schwierigen Thema. Wie berichtet, muss für die Erschließung des Geländes eine europaweite Ausschreibung erfolgen. Für Betreuung und Steuerung dieser Ausschreibung sucht die Gemeinde Hasloh bereits seit einiger Zeit ein Planungsbüro. „Bisher haben wir nur ein Angebot erhalten“, verkündete Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) während der Sitzung der Gemeindevertreter. Es gebe große Schwierigkeiten, weitere Kanzleien zu finden. Dem stimmte auch Michael Görres aus dem Quickborner Rathaus zu. „Es gibt nur wenige Anbieter, die für ein solches Verfahren in Frage kommen“, erklärte er. Die Frist für die Angebote verstreiche in 14 Tagen. „Wenn bis dahin keine weiteren Angebote eingegangen sind, dann müssen wir das nehmen, was wir haben. Aber wir müssen unsere Bemühungen dokumentieren“, erklärte Görres weiter. Brummund stellte den Gemeindevertretern nun die Frage, wie es weitergehen soll. „Ich würde gerne so schnell wie möglich anfangen“, betonte er.

Kay Löhr (FDP) betonte, dass die „Neue Mitte“ für die Gemeinde ein großes Bauvorhaben für Hasloh sei. Er wolle keine Entscheidung zwischen Tür und Angel treffen. Das entspreche nicht seinem Verständnis von Politik. „Ich möchte gerne wissen, wer sich bewirbt und ob man dem vertrauen kann“, sagte Löhr. Das Planungsbüro habe schließlich die Entscheidung zu treffen, mit wem die Gemeinde am Ende die Pläne für das Baugebiet erarbeitet. „Das ist ein großes Vertrauen, das wir aufbringen müssen.“

Hans-Joachim Weidtmann (SPD) konnte den Einwand von Löhr nicht nachvollziehen. „Wir sollten so schnell wie möglich mit der Planung vorankommen. Wir beauftragen nicht das Planungsbüro damit, die Neue Mitte zu planen“, argumentierte Weidtmann. Die CDU-Fraktion sah keine Dringlichkeit der Angelegenheit. „Es geht um vier Wochen bis zur nächsten Gemeindevertretersitzung. Bis dahin können wir warten“, sagte Matthias Guckel (CDU). Zufrieden war Bürgermeister Brummund damit nicht. „Meine Sorge ist, dass wir nur reden und reden und am Ende nichts herauskommt“, betonte er. Die Gemeindevertreter einigten sich am Ende darauf, bis zur nächsten Sitzung der Gemeindevertreter am Dienstag, 19. September, abzuwarten. „Im Notfall müssen wir eine Sondersitzung in der Sommerpause einplanen“, warnte Brummund die Politiker vor.
 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen