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Feldstraße in Quickborn : Schwerer Neuanfang nach Brand

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Viola Asmussen und ihre Tochter verloren ihr gesamtes Hab und Gut. Es gibt keine Hausratsversicherung. Der Bürgermeister ruft zu Spenden auf.

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2016 | 14:00 Uhr

Quickborn | Zwei Monate nach dem verheerenden Brand in der Feldstraße stehen Viola Asmussen und ihre 17-jährige Tochter Jacqueline noch immer fast mit leeren Händen da. Wie berichtet, zerstörten Flammen am 6. Januar das Quickborn er Doppelhaus, in dem sie zur Miete lebten. 120 Einsatzkräfte löschten das Feuer damals, aber: „Das Haus ist nicht mehr bewohnbar“, berichtete die 45-Jährige dieser Zeitung. Die Möbel verkohlten. Was das Feuer nicht zerstörte, holten Diebe.

„Die Türen waren offen. Sie klauten am nächsten Tag eine Playstation und einen Laptop“, berichtete Asmussen frustriert. Sie bezweifelt allerdings, dass die Geräte noch funktionierten. An einem Fernseher hatten sich die Unbekannten wohl zu schaffen gemacht, waren aber gestört worden. Das Problem: Die Quickbornerin hatte keine Hausratsversicherung abgeschlossen. Niemand kommt für ihren Schaden auf. Auch ihr Einkommen reicht nicht für eine neue Ausstattung. Asmussen arbeitet halbtags als Fahrerin in der Auslieferung warmer Mahlzeiten an Kitas und Firmen. „Da achtet man auf jeden Pfennig“, bemerkte sie. Aus diesem Grund hatte sie auch keine Versicherung abgeschlossen. „Man denkt nicht, dass es auf einmal anfängt zu brennen“, sagte sie.

Asmussen muss sich nun neu einrichten: „Es wird alles gebraucht, von Löffeln bis zu Elektrogeräten und Bettwäsche.“ Bürgermeister Thomas Köppl ruft deshalb zu Spenden auf. „Frau Asmussen steht mit ihrer Tochter vor einem kompletten Neuanfang“, teilte er mit. Die Familie benötige dringend Unterstützung. Er richtete ein Spendenkonto ein. Das Haus wurde etwa 1903 errichtet. Asmussens Vater sanierte es einst. Zuletzt war es in drei Wohnungen unterteilt, in denen Asmussen mit ihrer Tochter, ihre Mutter Ruth Stein und ihre Tante Christel Kowallewicz lebten.

Das Feuer brach durch einen technischen Defekt im Wintergarten von Ruth Stein aus, zerstörte das gesamte Gebäude und hätte beinahe auf das Nachbargebäude übergegriffen. „Wäre mein Nachbar nicht dagewesen, wäre es noch schlimmer geworden“, berichtete Asmusseen. Er habe ihre 80-jährige Mutter aus der brennenden Küche geholt. Sie zog anschließend in ein Quickborner Seniorenheim um. Die 79-jährige Tante fand Unterschlupf bei ihrer Tochter. Asmussen und ihre Tochter kamen bei Freunden in Alveslohe unter.

Heute ziehen sie in eine Drei-Zimmer-Wohnung in Quickborn an der Marktstraße um. Köppl und Panagiotis Memetzidis, Leiter der Stadtwerke Quickborn, vermittelten sie zunächst für ein Jahr. Ein Bett, einen Schrank und ein Sofa hat Asmussen bereits mit Hilfe von Spenden gekauft − alles aus zweiter Hand. Mitarbeiter des Supermarkts Nahkauf hatten nach dem Brand eine Box aufgestellt. Kunden steckten insgesamt 600 Euro hinein. Doch den meisten Hausrat benötigt die Familie noch.

Wer Asmussen und ihre Tochter unterstützen möchte, spendet auf das Konto der Stadt Quickborn bei der VR-Bank-Pinneberg, IBAN: DE53221914050058000050, BIC: GENODEF1PIN, Zweck: „Spende Asmussen 33100-414810“.
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