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Quickborn : Schulzentrum-Süd: Zustimmung trotz der Mehrkosten

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Der Ausschuss votiert für die Investitionen. SPD und FDP votierten dagegen.

shz.de von
erstellt am 16.Jan.2016 | 10:00 Uhr

Quickborn | Das Thema Schulzentrum-Süd beschäftigt die Quickborner Politik erneut. Am Donnerstagabend hat der Ausschuss für Bildung, Kultur und Freizeit den Investitionen für den Umzug der Goethe-Schule und die Grundausstattung des Elsensee-Gymnasiums mit den Stimmen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen zugestimmt. SPD und FDP votierten dagegen.

Bereits im November 2015 hatte der Ausschuss für kommunale Dienstleistungen grünes Licht gegeben für die Ausgaben, die in seinem Verantwortungsbereich liegen. Dazu zählen die Modernisierung des Elsensee-Gymnasiums und der künftigen Räumlichkeiten der Goethe-Schule am neuen Standort sowie die Außenanlagen. Insgesamt fallen etwa 420.000 Euro Mehrkosten an als ursprünglich geplant, wie der zuständige Projektleiter Ralf Gercken in der Verwaltungsvorlage verdeutlichte. Diese seien auf „die zeitliche Verschiebung und damit im Zusammenhang stehende Preissteigerungen zurückzuführen“.

Dass das Gesamtprojekt Schulzentrum-Süd zeitlich in Verzug geraten ist (diese Zeitung berichtete), sei vor allem „auf zwei Dinge zurückzuführen: die Personalkapazitäten im Rathaus und den Mehraufwand in den externen Büros“. So hätten im Zuge der Sanierung der Heidkamp-Sporthalle Vergaben aufgehoben und Unterlagen angepasst werden müssen, schrieb Gercken. Dies habe zu Verzögerungen bei der Erstellung der Grundrisspläne für die Bestandsgebäude geführt. Der erhöhte Aufwand der Firmen habe wiederum „Auswirkungen auch auf die Arbeitsumfänge der zu beteiligenden Fachbereiche Recht und Liegenschaften“ gehabt.

Interimsabteilung bindet Kapazitäten

„Wir sind nicht in der Lage, das zu beschleunigen. Sowohl intern als auch in den Büros sind wir an Grenzen gelangt“, räumte Gercken ein. Auch durch die Interimsabteilung Flüchtlingsunterbringung seien Kapazitäten gebunden. Auf Nachfrage aus dem Ausschuss sagte der Projektleiter, Vorschläge, die Verzögerungen zu vermeiden, könne die Verwaltung nicht unterbreiten.

Um die Zeitspanne zu verkürzen, „schieben wir nicht die Gesamtmaßnahme, sondern ziehen den Zwischenbau vor“. Einen entsprechenden Beschluss solle es „im Februar, spätestens im März“ geben, „so dass im November begonnen werden kann“. Zum Stand der Sanierung der Bestandsgebäude sagte Gercken, man befinde sich in der Entwurfsplanung und könne voraussichtlich im Frühjahr 2017 mit den Arbeiten beginnen. Für den Haushalt 2016 bedeute dies zwar Entlastung, „aber nach hinten raus ergeben sich Verschiebungen“, sagte Gercken. Der Abschluss des Gesamtprojekts und der Umzug der Goethe-Schule seien nunmehr für Sommer 2020 vorgesehen, betonte der Projektleiter und fügte an, im Schulbetrieb ergäben sich bis dahin keine Engpässe, weder am Elsensee-Gymnasium noch an der Goethe-Schule.

„Bauchschmerzen“ bei den Grünen

CDU-Vertreterin Katrin Schönebein drückte zwar den „Unmut“ ihrer Fraktion aus, „aber wir sehen keine andere Möglichkeit als zuzustimmen“. Friederike Rübhausen (FDP) kritisierte die Mehrbelastung des städtischen Haushalts. „Deshalb werden wir der Vorlage nicht zustimmen“, so die Vorsitzende der Quickborner Liberalen. Marion Rodde von den Grünen erklärte, die Kosten verursachten bei ihr „Bauchschmerzen“ angesichts der finanziellen Lage der Stadt, stimmte aber letztlich zu.

Dass die SPD der Verwaltung nicht folgen würde, schien bereits im Vorfeld klar. Immerhin hatten die Sozialdemokraten die Verwaltung in einem Antrag dazu aufgefordert, die Gründe und die Mehrkosten sowie Vorschläge zur Beschleunigung vorzulegen. „Eine transparente Auflistung haben wir bis heute nicht bekommen“, sagte Ingrid Cloyd-Nuckel (SPD). Diesen Vorwurf wies Gercken zurück und bot an: „Wenn Klärungsbedarf besteht, kommen Sie auf mich zu.“

Auch Susanne Lübke, Elternvertreterin der Goethe-Schule, meldete sich während der Sitzung zu Wort: „Wir sind froh, noch nicht umziehen zu müssen. Denn wir sind nach wie vor nicht für den Umzug.“ Die Elternvertretung der Grundschule hatte sich mit politischer Unterstützung lange Zeit vergeblich für den Verbleib an ihrem jetzigen Standort in der Goethestraße eingesetzt.
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