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Quickborner Tageblatt

23. Oktober 2017 | 21:43 Uhr

Quickborn : Schüler sammeln für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Kinder und Jugendliche vom Elsensee-Gymnasium spendeten Kleidung, Kuscheltiere und Haushaltsgeräte.

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2015 | 17:48 Uhr

Quickborn | Der Vertrauenslehrer Alexander Both vom Quickborner Elsensee-Gymnasium war aufgeregt, als er den Klassenraum aufschloss. Er selbst wusste nicht, was er an Kleidermengen in dem Raum vorfinden würde. Doch die Freude des Lehrers war groß. Fünf Tage lang haben die Schüler des Gymnasiums für Flüchtlinge gesammelt. Ob Kleidung, Spielzeug, Kuscheltiere, Schuhe, Rucksäcke oder Haushaltswaren – es ist viel zusammengekommen. „Bei einer Schule mit 650 Schülern ist das schon ein gutes Ergebnis“, lautete das Fazit des Vertrauenslehrers.

Organisiert wurde das Projekt von der Schülervertretung (SV). „Ich denke, dass gerade eine Schule für so eine Sammelaktion geeignet ist. Ganze Familien schmeißen zusammen und so kommt eine Menge zusammen“, sagte die zwölft-Klässlerin Sarah Westfahl.

Die Idee kam dem Vertrauenslehrer nach einem Aufruf des DRK in der Zeitung. „Dort wurde gesagt, dass das Deutsche Rote Kreuz noch Kleidung und andere Sachen sucht. Da dachten wir, dass wir uns daran beteiligen könnten. Vor allem haben wir als Schule noch ganz andere Möglichkeiten, als Privatpersonen“, erklärte er. Mit Infoblättern und Rundgängen wurden die Schüler auf die Aktion aufmerksam gemacht. Bei der Auswahl der gespendeten Dinge habe sich die Schülervertretung sehr genau an die Vorgaben des DRK gehalten. „Es wurden vor allem kleinere Größen und selbstverständlich warme Kleidung gesucht. Nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder“, sagte Both.

Gesammelt wurde in den zwei großen Pausen. Die Organisation und Umsetzung übernahmen die Schüler selbst. „Es war immer ein großer Andrang. Alle wollten etwas abgeben und waren engagiert“, erinnert sich die Schülerin Westfahl. Both mahnte, dass mit diesem Projekt noch nicht alle Probleme gelöst seien: „Wir hoffen auf einige Nachahmer, denn es ist eine sehr wichtige Aktion.“ In der kommenden Woche werden die gesammelten Spenden an das DRK übergeben.

Für die Schüler ist die Hilfe selbstverständlich geworden. Seit einiger Zeit lebt eine Flüchtlingsfamilie im ehemaligen Hausmeisterbüro der Schule. „Die Schüler gehen in den Pausen und in ihrer Freizeit zu der Familie und bietet ihnen Sprachtraining an. Ich finde dieses Engagement vorbildlich“, sagte der Vertrauenslehrer.

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