Schüler pflanzen Ess-Kastanie

Dieses Treffen hat Tradition. Rotarier und Schüler der Comenius-Schule kamen erneut zur Baum-Pflanz-Aktion am Freizeitsee zusammen.
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Dieses Treffen hat Tradition. Rotarier und Schüler der Comenius-Schule kamen erneut zur Baum-Pflanz-Aktion am Freizeitsee zusammen.

Zum elften Mal kooperiert Comenius-Schule mit Rotariern / Baumlehrpfad auf dem Freizeitsee-Gelände wird kontinuierlich erweitert

shz.de von
12. September 2018, 16:03 Uhr

„Sie sind mit den Bäumen groß geworden“, sagte Christian Gramann. Der Klassenlehrer der Klasse 8 c der Comenius-Schule in Quickborn meinte damit seine eigenen Schüler. Seit Gramann die Klasse vor vier Jahren übernommen hat, pflanzte er gemeinsam mit ihnen und dem Rotary Club der Eulenstadt jedes Jahr ein Gehölz und erweiterte damit den Baumlehrpfad am Freizeitsee im Harksheider Weg. Jetzt kamen sie erneut zusammen.

Der vierte Baum der Achtklässler und gleichzeitig Baum des Jahres 2018 ist die Ess-Kastanie, „Castanea Sativa“. Wie in den Vorjahren haben sich die Schüler im Unterricht ausführlich mit diesem Baum auseinandergesetzt. „Ich war sehr beeindruckt, wie schnell sich ein Team gebildet hat, das sich selbstständig dem Thema gestellt und dazu ein Referat vorbereitet hat“, sagte Gramann. Alicia Sommer und Lenny Schaefer präsentierten den Besuchern der morgendlichen Pflanzaktion ihr Wissen: „Ess-Kastanien werden in der Regel 20 bis 25 Jahre Meter hoch“, sagte Sommer. Es gebe auch Rekordhöhen bis zu 35 Metern, so die Schülerin. Was das Alter der Baumart angehe, so werden Exemplare in Mitteleuropa oft nicht mehr als 200 Jahre alt, während die Bäume in Westeuropa nicht selten sogar bis zu 1000 Jahre alt werden.

Ess-Kastanien erreichen einen durchschnittlichen Durchmesser von vier bis sechs Metern und bevorzugen als Tiefhölzer sonnige und halbschattige Standorte. Insgesamt war es die elfte Baumpflanzaktion der Rotarier zusammen mit der Gemeinschaftsschule der Stadt. Bürgervorsteher Henning Meyn dankte den Verantwortlichen in seiner Ansprache im Name Quickborns für ihr Engagement. Der Baumlehrpfad habe sich fest etabliert und sei zu einer nachhaltigen Einrichtung geworden. Nicht nur die reine Pflanzaktion, sondern auch die fortlaufende Pflege und gegebenenfalls Ersatzpflanzung einzelner Bäume würdigte der Vertreter der Eulenstadt. „Wir wollen Menschen zusammenbringen und damit gleichzeitig den Wert der Natur aufzeigen. Denn nur, wenn ich den Wert einer Sache kenne, dann kann ich ihren Wert auch schätzen“, sagte Jens Bosse, derzeitiger Präsident des Rotary Clubs Quickborn. Beim Wald dürfe außerdem die soziale Komponente nicht vernachlässigt werden. Der Wald sei ein wichtiger Arbeitsplatz sowie Ort für Erholung und Entspannung.

Baumschulmeister Peter Heydorn aus Bevern unterstützte die Aktion wie in den vergangenen Jahren. Auch der Bauhof der Stadt Quickborn kümmert sich um die Bäume. Jeannine Müller überbrachte im Namen der Stadtwerke Quickborn einen symbolischen Scheck über 1000 Euro. Der Energieversorger der Eulenstadt begleitet die Entwicklung des Baumlehrpfades bereits seit vielen Jahren.

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