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Ratsversammlung : Schüler kämpfen für eine bessere IT-Ausstattung

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Schülervertreter des Elsensee-Gymnasiums und des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums verteilen einen offenen Brief.

Quickborn | „Wir wollen keine Revolution anzetteln. Sie sollen sehen, was mit kleinen Mitteln bewegt werden kann“, erläuterte Tom Lenuweit, Schülersprecher des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (DBG), den offenen Brief, den er am Montag in der Ratsversammlung an die Verwaltung, Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) und die Ratsfraktionen verteilte. Zusammen mit Hannah Haase, Schülersprecherin am Elsensee-Gymnasium (ESG), und seinem Mitschüler Can Ziegler, warb Lenuweit für eine bessere digitale Ausstattung am DBG.

4:33 Minuten brauchen die Laptops am DBG, um hochzufahren, Schüler-PCs 4:04 Minuten. Am ESG kamen die Schülervertreter bei Messreihen auf 5:31 Minuten Startzeit für einen Schüler-PC. „Uns selbst ist es dann nicht gewährleistet, dass die Computer funktionieren“, sagte Lenuweit. Das Starten eines Films mit Unterrichtsinhalten nehme weitere drei Minuten in Anspruch. „Rechnet man das ganze zusammen, gehen 7:43 Minuten – also 17 Prozent – einer Unterrichtsstunde verloren, nur um einen PC einzuschalten“, rechnete der Gymnasiast vor.

Drucker würden oftmals nicht funktionieren und der digitale Datenaustausch sei nur eingeschränkt möglich. „Am ESG besteht auch das Problem, dass, wenn der Schulserver ausfällt, sich niemand mehr anmelden kann“, heißt es in dem offenen Brief. Lehrer und Schüler würden immer häufiger eigene Geräte mitbringen, um überhaupt arbeiten zu können. Damit sei ein Zugriff auf die Schulserver gar nicht, und auf das Internet nur sporadisch möglich. „Auch bei kurzen Recherchen am Handy gibt es Probleme, da man fast nirgends in den Räumen der Schule eine stabile Netzwerkverbindung hat“, kritisierte Lenuweit.

Daher fordern die Schülervertretungen eine „im Sinne des Schulgesetzes von unserem Schulträger, der Stadt Quickborn, moderne und zeitgemäße Technik in den Schulgebäuden ein“. Die Liste der Schülerwünsche ist lang: moderne Geräte, einheitliche Softwareversionen, Beamer mit Standard-Anschlüssen, funktionierende Drucker, Speicherplatz für Schüler – wie er am DBG bereits angeboten wird – für das ESG, Internetzugänge und Speichermöglichkeiten soll es geben. „Wir werden das Thema heute nicht beraten. Das haben Sie vermutlich auch nicht erwarten. Sie haben uns einiges an Lesestoff mitgebracht, das wir durcharbeiten werden“, sagte Quickborns Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU). Er sicherte zu, dass sich die zuständigen Ausschüsse bei Fragen mit den Schülern in Verbindung setzen werden. 

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erstellt am 01.Feb.2017 | 12:00 Uhr

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