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Quickborn/Tornesch : Schüler greifen nach den Sternen

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Astro-AG des Elsensee-Gymnasiums besuchte die Schulsternwarte in Tornesch - und das sogar in der schulfreien Zeit.

shz.de von
erstellt am 17.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Für die jungen Schüler der Astro-AG des Elsensee-Gymnasiums gibt es kein schlechtes Wetter. Die Neugier auf das ferne Universum ist so groß, dass sie auch in den Ferien, wenn die Schule pausiert, an einem Besuch der Sternwarte in Tornesch teilgenommen haben. Eingeladen von ihrem Leiter, dem Pensionär Karl Engeldinger, ist eine Gruppe aus acht Kindern und ihren Begleitpersonen in der Regionalen Volks- und Schulsternwarte (RVST) der Klaus-Groth-Schule in Tornesch von Vorstandsmitgliedern des Vereins empfangen worden.

Unter ihnen die neunjährige Franzisca Hanßen, deren Wunschtraum von einer Besichtigung der Abschussrampe in Cap Canaveral bereits 2012 in Erfüllung ging. Jetzt erhielt sie die Gelegenheit, mit anderen Kids die steile Treppe in die Kuppel der Sternwarte hinauf zu steigen, um das große Teleskop zu bewundern.

Jannik Rank, Leiter der Vereins-Jugendgruppe, erklärte die Funktionen des kompakten, vollautomatischen Spiegelteleskops (Celestron C 14), das Astro-Freunden faszinierende Beobachtungen von Planeten, Sternbildern und fernen Galaxien ermöglicht. Aber nicht an diesem Abend. Wegen des Nieselregens war nur ein Rundblick durch das geöffnete Kuppelfenster möglich.

Unterdessen präsentierte der RVST-Vorsitzende Bodo Hübner den Eltern einen 3 D-Vortrag der Apollo 12-Mission auf den Mond. Er zeigte Bilder vom Start, der atemberaubenden Technik, von den Landeplätzen und der Arbeit der Astronauten. „Den Anzug kann man in seiner Ausstattung als Mini-Raumschiff bezeichnen. Er enthält Heizung, Luft und bietet Schutz. Das Visier ist mit einer Goldlegierung beschichtet, um die starke Lichtstrahlung zu filtern.“ Starkes Interesse bewiesen die Kinder auch als der Astro-Experte mit ihnen visuelle Foto-Ausflüge zum Mond und zu anderen Planeten machte. Sie kannten selbstverständlich das „Schmuckstück unserer Planeten“ – den Saturn - aus ihrem Unterricht. Auf einem Jupiter-Bild waren Wirbelstürme zu erkennen. Und auf dem Mond, der kleiner ist als die Erde, sogar die Spuren der Astronauten-Autos. Warum diese Spuren erhalten bleiben, wurde gefragt. „Weil der Mond keine Atmosphäre hat, da gibt es keinen Wind, der die Spuren verwischt“, erklärte Bodo Hübner.

Er stellte auch die mächtigen ESO-Telescope des europäischen Forschungsinstituts vor, die in Chile stehen. Und die Kinder wunderten sich: „Warum sind die in Chile und nicht in Europa?“ – „Weil es dort einen relativ dunklen, wolkenfreien Himmel gibt, fast das ganze Jahr über“, erklärte der Experte. Zu diesem Thema zeigte er Vergleichsaufnahmen von der nächtlichen Helligkeit in Europa – im Jahre 1992 und 2010. „Wo viel Wohlstand ist, da gibt es viel Licht. Es fragt sich nur, wie lange wir uns das noch leisten können.“

Ein Kurz-Lehrgang über aufgeschnittene Meteoriten-Steine, die sie in die Hand nehmen durften, beendete den Besuch in der Sternwarte. „Diese Kleinteile werden auch auf der Mineralien-Messe in Hamburg angeboten“, erfuhren die aufgeregten Astronomie-Freunde.

Es waren zwei spannende „Sternstunden“, die Karl Engeldinger, ihr Mentor, in der Arbeitsgemeinschaft, die sich regelmäßig trifft, weiter vertiefen wird.

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