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Ausstellung in Quickborn : Schon vor der Vernissage ein Erfolg

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Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Malschülerinnen von Frauke Klinkforth stellen ihre Werke im Rathaus aus. Interessent kauft Bild während der Vorbereitung.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2015 | 16:30 Uhr

Quickborn | Die Ausstellung war noch nicht eröffnet, da war das erste Stück bereits verkauft. „Heringsschwarm“ heißt das Bild von Maren Moser, das das Interesse eines Käufers geweckt hatte, während noch die Vorbereitungen für die Vernissage der Malschule Frauke Klinkforth gestern im Quickborner Rathaus liefen. „Dabei war sie selbst gar nicht so von ihrem Bild überzeugt“, berichtete eine der fünf anwesenden Malschülerinnen von dem unverhofften Verkaufserfolg ihrer „Kollegin“, die selbst allerdings nicht zugegen war.

Seit gestern hängen 19 Werke im Quickborner Rathaus-Foyer, die 13 Hobby-Malerinnen sowie die Kurs-Leiterin Frauke Klinkforth selbst in den vergangenen zwei bis drei Jahren geschaffen haben. Es ist vornehmlich weiblich geprägte Kunst. „Männer tun sich schwer. Es ist aber immer ein Quoten-Mann dabei“, berichtete Klinkforth scherzend während der Ausstellungseröffnung gestern Nachmittag im Rathaus und schob nach: „Das wäre noch eine eigene Gruppe wert.“

Ob Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) Zeit und Lust zum Teilnehmen finden würde, scheint fraglich. „Ich habe einen Blick für Bilder und kann darüber sprechen, aber ich tue mich schon schwer damit, einen geraden Strich aufs Papier zu bringen“, deutete der Verwaltungschef an, dass sein Kunstgenuss eher theoretischer Natur ist. Außer Frage stand für den Gastgeber allerdings, den Freizeitmalerinnen mit dem Foyer einen viel besuchten Ort zur Verfügung zu stellen, um ihre Arbeiten zu präsentieren. „Man sieht hier eine große Bandbreite der Malerei. Das ist eine Ausstellung, die sich sehen lassen kann“, befand Köppl.

Acryl dominiert

In der Tat bietet die Schau viele verschiedene Bilder, mal gegenständlich, mal abstrakt, hauptsächlich mit Acryl und mehreren Schichten, aber immer komplett ohne thematische Vorgaben gemalt. „Es entwickelt sich immer ein Ansatz. Und falsch gibt es ohnehin nicht“, erklärte Klinkforth, wie sie ihren Malschülerinnen – teils mit Vorkenntnissen, teils gänzlich unerfahren – die Malerei vermittelt. „Am Anfang steht immer die weiße Leinwand. Dann kommt die Grundierung, die auch schon ein bisschen etwas vorgibt. Mein Rat ist immer, mit Lieblingsfarben zu beginnen – übermalen kann man die ja immer noch“, beschreibt Klinkforth ihr Vorgehen.

Während der Kurse bleibt der Alltag draußen – mit Erfolg. „Ich wollte ein paar Stunden in der Woche für mich haben“, berichtete einer der Teilnehmerinnen von ihrer Motivation. „Manchmal sehe und höre ich beim Malen um mich herum gar nichts.“ Die im Rathaus ausgestellten Bilder bewegen sich preislich zwischen 115 und 300 Euro. Was an Material investiert wurde, solle schließlich auch wieder hereinkommen, sagte Klinkforth. „Und der Herzschmerz muss ja auch bezahlt werden“, fügte sie an. Einige Werke sind jedoch unverkäuflich – sie sind ihren Schöpferinnen zu sehr ans Herz gewachsen.

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