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Quickborner Tageblatt

12. Dezember 2017 | 08:03 Uhr

Ellerau : Schauriger Märchenspaß vom Feinsten

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

„Zum Teufel mit der Hölle“ ist eine turbulente und schaurige Märchenparodie von Bibi Maaß und ihrer Theatergruppe.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2014 | 14:00 Uhr

Ellerau | Es gibt sie immer noch, die Märchenfreunde mit nostalgischen Vorstellungen vom Aschenputtel – das nach seiner königlichen Hochzeit auf einer Welle des Glücks hinfort schwebt. Doch spätestens bei der Vorstellung des Stücks „Zum Teufel mit der Hölle“, einer turbulenten und schaurigen Märchenparodie von Bibi Maaß und ihrer Theatergruppe „Bühnenreif“, werden sie eines Besseren belehrt.

So hat das vom Prinzen mittels eines Schuhtricks entdeckte Aschenputtel, einen Schuhtick entwickelt – und 450.000 Paar Schuhe gekauft. Die goldene Kreditkarte des Prinzen gilt es insofern zu sperren. Das durchgeknallte Aschenputtel konnte erst jüngst die Klapsmühle wieder verlassen. Doch um Rechtfertigung ist das schöne Mädchen nicht verlegen.

„Ich hatte eine schlimme Kindheit“, klärt sie die anderen Märchenfiguren auf. Vom Schicksal gezeichnet ist auch das 115 Jahre alte – im Jungfrauenstadium verharrende – Dornröschen. Der Prinz verließ sie, weil er den Altersunterschied eben doch nicht verkraftete. Nicht nur das Rumpelstilzchen, sondern auch das restliche Märchenvolk wie Hexen, Struwelpeter und Prinzessinnen fluchen, dass es einem Kesselflicker zur Ehre gereicht hätte.

Die „Bühnenreifen“, darunter Ulf Wilkens, Ina Twisselmann, Bärbel Benkwitz, Tina Reese, Mirella Maaß, Roland und Claudia Hansen, Jutta Schilder, Hilla Kübel sowie Hannes Maaß, Jens Reese, Jan Steffens und Bibi Maaß boten eine beachtliche Leistung. Besonders der Teufel, gespielt von Ina Twisselmann, lachte so überzeugend teuflisch, dass auch das Publikum immer wieder in das Lachen mit einstimmen musste. Bei der humorvoll-verrückten Inszenierung mit Liedeinlagen von VHS-Dozentin Bibi Maaß wurde vor allem eins deutlich: Die Darsteller stehen mit Humor und Herzblut hinter der Inszenierung – und werden zu Recht von ihrer Fangemeinde unterstützt. „Wir sind einfach anders, deshalb sollte man vorbeischauen“, brachte es Claudia Hansen auf den Punkt.

Wer noch keine Karten hat, kann sie bei der VHS-Ellerau im Rathaus unter der Telefonnumer 04106-768661 und bei Elektro Bollmann, Steindamm 1 besorgen. Weitere Aufführungen gibt es am Freitag und Sonnabend, 7.und 8. November sowie am Freitag und Sonnabend, 14.und 15. November, in der Grundschule Ellerau. Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr.

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