Hasloh : Sanierung für 2,7 Millionen Euro?

Ortsprägendes Gebäude: Die Hasloher Peter-Lunding-Schule bedarf umfassender Umbaumaßnahmen und Renovierungen.
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Ortsprägendes Gebäude: Die Hasloher Peter-Lunding-Schule bedarf umfassender Umbaumaßnahmen und Renovierungen.

Hiobsbotschaft für den Haushalt der Gemeinde: Die Peter-Lunding-Grundschule muss saniert und für den Betrieb als Offene Ganztagsschule umgebaut werden.

shz.de von
14. November 2013, 16:00 Uhr

Es ist das Gebäude, das für das Gesicht der Gemeinde prägend ist: Die Peter-Lunding-Schule. 1950 erbaut wurde die markante Fassade im Jahr 1985 als Kulturdenkmal eingetragen, wie Enka Münch von der Geschichtswerkstatt berichtet. Jetzt ist eine Sanierung fällig, die den ohnehin defizitären Haushalt noch mehr belastet.

Die Abwägung, ob saniert werden soll oder auch ein Neubau in Frage kommt, war Gegenstand der Diskussionen im Hasloher Gemeinderat am Dienstagabend. „Der Abriss wäre ein Sakrileg und stand nie zur Debatte“, sagte Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) zur großen Erleichterung mehrerer Besucher.

Ein Umbau, um den Bedürfnissen der Offenen Ganztagsschule (OGTS) gerecht zu werden und der Austausch sämtlicher Wasserrohre wegen der Belastung mit Legionellen, war bereits seit Februar geplant. Im August besichtigten Fachplaner und ein Architekt sowie Mitarbeiter der Quickborner Verwaltung die Schule – um festzustellen, dass auf der Südseite die Balken des Giebels dringend erneuert werden müssen (diese Zeitung berichtete). Jetzt die nächste Hiobsbotschaft: Der Beschlussvorlage der Quickborner Verwaltung ist zu entnehmen, dass die Kosten der Sanierung derzeit auf 2,7 Millionen Euro geschätzt werden. Ein Neubau allerdings käme noch deutlich teurer, er wird mit 5,4 Millionen Euro beziffert.

Schulleiterin Julia Fietz betonte, dass alle Kollegen und sie selbst mit der Schule im alten Gebäude bleiben wollen. „Drei Punkte sind mir wichtig: der Mangel an Hygiene durch die Legionellen, der Brandschutz, der nicht vervollständigt wurde und dass 14 Kinder für die OGTS auf der Warteliste stehen und ich den Eltern nicht sagen kann, ob wir im Sommer Plätze haben“, so Fietz.

Auch das Versprechen der Politiker „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen“, konnte Fietz’ Bauchschmerzen hinsichtlich der Situation nicht mildern. „Das geht alles sehr schleppend, mir rennt die Zeit weg“, sagte sie. Dagmar Steiner (CDU) erklärte, dass die baulichen Überlegungen der Zeit bedürfen und sich damit der Start des regulären Betriebs der OGTS um mindestens ein Jahr verzögern werde. „Das muss gut konzipiert sein, nicht mit der heißen Nadel gestrickt“, so Steiner.

Der Beschluss, das Planungsteam zu beauftragen, die begonnene Machbarkeitsstudie zum Umbau und der Sanierung fortzusetzen, erging einstimmig. Die Möglichkeit, die OGTS ab Sommer 2014 vorläufig in den Räumen des alten Kindergartens am Mittelweg unterzubringen, wird geprüft.

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