Stadtentwicklung : S21 macht Quickborn attraktiver

Die S21 soll Quickborn zu einem Wachstumsschub verhelfen.

Die S21 soll Quickborn zu einem Wachstumsschub verhelfen.

Ein Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass die bessere Anbindung an Hamburg die Eulenstadt als Wohnort attraktiver machen wird.

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20. Februar 2018, 12:30 Uhr

Quickborn | Die Kommunen entlang der AKN-Strecke von Hamburg nach Kaltenkirchen werden von der geplanten Elektrifizierung, also der bis 2021 geplanten Umwandlung der AKN in eine S-Bahn, profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, das jetzt erstmals in Quickborn vorgestellt wurde. Vor allem für die Eulenstadt gilt: Die gefühlt bessere Anbindung an die Metropole Hamburg macht Quickborn als Wohnort voraussichtlich noch attraktiver. 

Auftraggeber der Studie, an der sich unter anderem die Metropolregion finanziell beteiligt hat, sind die an der Bahnstrecke liegenden Kommunen. „Untersucht werden sollte, welche funktionalen und städtebaulichen Entwicklungen wir zu erwarten haben, wenn Quickborn gefühlt näher an Hamburg ranrückt“, sagte Felix Thermann, Leiter des Fachbereichs Stadtenwicklung. 16 Haltepunkte gibt es auf der Strecke, vier davon liegen auf Quickborner Gebiet. „Einige davon haben ein urbanes Umfeld, andere sind eher durch Gewerbe geprägt“, sagte Christine Walther vom Planungsbüro Gertz, Gutsche und Rümenapp, die die Ergebnisse der Studie im Stadtentwicklungsausschuss zusammenfasste.

Sie kommt nach intensiven Gesprächen mit den Kommunen zu dem Schluss, „dass sich alle auf die S 21 freuen, aber auch viele Unklarheiten bestehen“. Noch sei nicht überall erkannt worden, dass dadurch Bewegung in die Kommunen komme und möglicherweise der Wachstumsdruck steige.

Die Empfehlung sieht für Quickborn eine Stärkung etwa des Zentrums durch Nachverdichtung und die Entwicklung anderer städtischer Bereiche durch die Schließung von Baulücken vor. Insbesondere im südlichen Quickborn könnte sich dadurch das Ortsbild in den nächsten Jahren stark verändern. „Hier steht in den Beständen aus den 1960er und 1970er Jahren ein Generationenwechsel an, der Chancen für eine neue Entwicklung und Gestaltung bietet“, so Walther.

Das gilt auch für die Bahnhöfe und deren Umfeld – vor allem an den Haltepunkten Ellerau und Tanneneck. Das Gutachten stellt beiden bestenfalls mittelmäßige Noten aus und mahnt eine Aufwertung etwa durch einen Kiosk und Einzelhandel, Sharing-Angebote für Autos und Fahrräder sowie Paketstationen an. Fachleute rechnen mit einer Steigerung der Fahrgastzahlen in Folge der Elektrifizierung. Grund ist der höhere Fahrkomfort, da die Notwendigkeit zum Umsteigen in Eidelstedt entfällt und sich die Fahrzeit verkürzt. Eine Handlungsanweisung stellt das Gutachten nicht dar. „Die Ergebnisse könnten aber in die Bauleitplanung der Stadt einfließen“, so Thermann.

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