Rotarier retten Lichtprojekt

Ein weiteres Projekt, das allen Quickbornern zugute kommt, stellten Rotarier-Präsident Klaus Karde (links) und 'Past-Präsident' Heinz Wiedemann  vor. Ein Picknick- und Grillplatz soll am Freizeitsee angelegt  werden.  erdbrügger
Ein weiteres Projekt, das allen Quickbornern zugute kommt, stellten Rotarier-Präsident Klaus Karde (links) und "Past-Präsident" Heinz Wiedemann vor. Ein Picknick- und Grillplatz soll am Freizeitsee angelegt werden. erdbrügger

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25. Januar 2013, 01:14 Uhr

Quickborn | Weihnachten ist zwar schon längst vorbei, aber beim Pressetermin des Rotary Clubs Quickborn im Waldfrieden gab es gestern noch einmal eine Bescherung. Zu den Beschenkten gehören alle Eulenstädter: Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Den Knüller gabs gleich zu Beginn. Präsident Klaus Karde und "Past-Präsident" Heinz Wiedemann berichteten, dass die Rotarier das Lichtprojekt an der Comenius-Schule fördern werden. Für 2300 Euro kann Schulleiter Andreas Kelber jetzt einen Klassenraum mit dynamischem Licht ausstatten. "Wir wollen erst einmal feststellen, wie das Licht auf die Schüler wirkt", sagte Karde.

Im zuständigen Ausschuss hatten CDU und Grüne das Projekt bereits beerdigt. Wie berichtet, sprach sich Kelber für das dynamische Licht in sieben Klassenräumen im Aulagebäude aus, für die eine neue Beleuchtung geplant ist. Das dynamische Licht soll die Konzentration, Leseleistung und Kreativität der Schüler positiv beeinflussen - zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls eine Hamburger Studie. Einfach ausgedrückt: Warmes gelbes Licht wirkt beruhigend, kaltes blaues Licht macht müde Schüler munter.

Doch Kelber gab nicht auf und suchte selbst Sponsoren. Die fand er in den Rotariern, denen die Comenius-Schule sehr am Herzen liegt. Karde und Wiedemann zeigten sich gestern von dem Projekt begeistert, aber: "Aus meiner Sicht ist es die Aufgabe der Stadt und des Landes, für die Ausstattung in den Schulen zu sorgen. Das ist nicht unsere Aufgabe. Es ist in diesem Fall ein Grenzbereich", stellte Wiedemann klar.

Auch ein weiteres Projekt, das die CDU vor einiger Zeit im zuständigen Ausschuss angeschoben hatte, aber das dann nicht mehr auf der Agenda stand, kann mit Hilfe der Rotarier schon dieses Jahr realisiert werden: ein großzügiger Picknick- und Grillplatz in der Nähe des Freizeitsees zwischen dem Sporthotel und den Tennisplätzen. Tische und Bänke werden 18 Personen Platz bieten. Bis zu 10 000 Euro soll für die Umsetzung des Plans, den der Quickborner Architekt Dieter Klünder entwickelt hat, investiert werden. Dieses Projekt liegt Karde ganz besonders am Herzen: "Die Attraktivität des Parks rund um den Freizeitsee soll für Familien mit Kindern gesteigert werden, denn ein Garten oder Balkon ist für sie nicht immer selbstverständlich."

An einer lieb gewonnenen Tradition werden die Rotarier auch 2013 festhalten: mit Comenius-Schülern den "Baum des Jahres" zu pflanzen. Zehn Bäume stehen bereits am Freizeitsee, sie bilden mit weiteren sechs einen Baumlehrpfad, der noch erweitert werden soll.

Unter dem Motto "Mit Kunst Brücken bauen" haben die Rotarier in Kooperation mit der Stadtjugendpflege eine Medien- und Kunstwerkstatt auf Initiative von Wiedemann ins Leben gerufen. Sein Projekt verfolgt der Quickborner mit Stolz weiter: Ausgestattet mit dem nötigen Equipment für 6000 Euro, drehten Jugendliche einen Film. Das Signal an die Rotarier: Wir machen weiter. "Ein größeres Lob kann man doch nicht bekommen", freute sich Wiedemann. Jetzt gibt es eine Wiederauflage. Gedreht wird ein Krimi: " Die Jugendlichen haben nur drei Vorgaben erhalten: Apfel, Brille, Blut", so Wiedemann.

Ein zweites Projekt im Rahmen der Medien- und Kunstwerkstatt ist in Vorbereitung: der Aufbau eines Netzwerkes im Internet, das alle Freizeit-, Bildungs- und Sozialangebote für Jugendliche in Quickborn auflistet. An diesem Projekt beteiligt sich die neunte Klasse des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, die FH Wedel und die Hamburger Agentur Alexanderplatz.

Als drittes Projekt für 2013 nannte Wiedemann den Eltern-Kind-Kursus "Social Media". "Viele Jugendliche nutzen Facebook, aber die meisten machen sich keine Gedanken darüber, wie sie sich selbst vor Internetmobbing schützen können."

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