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Quickborner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 20:00 Uhr

Retter brauchen mehr Platz

vom

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2013 | 03:14 Uhr

Quickborn | Der Platz reicht nicht mehr aus: Die DRK-Rettungswache an der Kieler Straße soll erweitert werden. Erst im Jahre 2003 gebaut, ist jetzt eine Erweiterung des Gebäudes nötig. Im kommenden Monat solle es bereits losgehen, heißt es beim Rettungsdienst. "Aktuell hat die Wache 100 bis 110 Quadratmeter nutzbare Fläche - das ist zu wenig", erklärt Christian Mandel, Sprecher der Rettungsdienst Kooperation Schleswig- Holstein (RKiSH), auf Anfrage dieser Zeitung.

Das seit 2005 bestehende Unternehmen hatte sich in die DRK-Wache eingemietet. Bereits Anfang des Jahres musste wegen gestiegener Einsatzzahlen ein zweiter Rettungswagen angeschafft und vier neue Einsatzkräfte beschäftigt werden. Insgesamt sind jetzt 16 Mit arbeiter für Quickborn und Umgebung im Einsatz. Für den zweiten Wagen gebe es keinen Stellplatz in der Fahrzeughalle. Mit der Erweiterung liege Quickborn im Bundestrend, erläutert Hans Rudolf Philippsen, Abteilungsleiter für Service und interne Dienstleistungen bei der RKiSH. Er ist zuständig für den Bau und die Anschaffung von Rettungsfahrzeugen. "Der demografische Wandel ist Haupt ursache für die ge stiegenen Einsatzzahlen", erklärt Philippsen. Durch den höheren Anteil an älteren Bürgern seien häufig Herz-Kreislauf-Probleme der Grund für die Rettungskräfte, um auszurücken. "Verkehrsunfälle sind längst nicht alles, vor allem Krankentransporte bestimmen den Alltag unserer Mitarbeiter", so Philippsen weiter.

Die Zahlen sprechen für sich: Wurden im Jahr 2003 noch rund 1800 bis 2000 Einsätze pro Jahr gefahren, waren es im vergangenen Jahr fast 3000. "Das Angebot bestimmt natürlich die Nachfrage", weiß Christian Mandel. Weil jetzt ein Wagen mehr zur Verfügung stehe, werde er auch öfter angefordert. "Für das Jahr 2013 rechnen wir mit bis zu 4000 Einsätzen", erklärt Mandel. Auch der nahe gelegene Kreis Segeberg würde das Fahrzeug bei Engpässen anfordern.

"Noch warten wir auf die endgültige Zustimmung der Krankenkassen", so Philippsen. Er sei aber zu versichtlich, dass die Bau arbeiten wie geplant beginnen könnten. Über die Höhe der Kosten und die geplante An baufläche wurde noch nichts bekanntgegeben. "Ruhe räume und Fahrzeughallen müssen den Erfordernissen entsprechen", erklärt er. Durch die gestiegene Zahl von weiblichen Mitarbeitern sei auch eine Anpassung der Sanitäranlagen notwendig.

Während der Umbau arbeiten sei ein normaler Arbeitsablauf nicht möglich, erklärt Kjell Seifert, Leiter der Rettungswache vor Ort. Für die Zeit der Bauarbeiten werden er und sein Team in ein geeignetes Objekt in Quickborn um ziehen - damit auch weiterhin für Rettungseinsätze in der Eulenstadt gesorgt ist. "Am kommenden Dienstag werden wir uns eine Liegenschaft ansehen und hoffen, dass sie den Erfordernissen entspricht."

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