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Quickborner Tageblatt

18. August 2017 | 13:05 Uhr

Rektorin sagt: „Auf Wiedersehen“

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

VerabschiedungFeier mit fröhlichen und traurigen Momenten in der Schule Rugenbergen / Maike Hinrichsen geht in den Ruhestand

Am Donnerstagmorgen ist die Uhr von Maike Hinrichsen stehengeblieben. Was Menschen häufig passiert, machte ihr plötzlich eines ganz deutlich: „Da ist mir klar geworden, dass für mich jetzt wirklich Schluss ist“, sagte sie während ihrer Verabschiedung in der Gemeinschaftsschule Rugenbergen in Bönningstedt. Nach etwa neun Jahren verlässt sie die Schule und geht in den wohlverdienten Ruhestand.

Zum Abschied der Rektorin und Konrektorin Petra Rebehn, die die Schule nach nunmehr 35 Jahren verlässt, kamen alle: Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD, Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske (BWG), Amtsvorsteher und Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP), Schulrätin Adelia Schuldt sowie Mitglieder des Eltern- und Schulbeirats. Doch auch die Schüler wollten der beliebten Schulleiterin und der Konrektorin auf Wiedersehen sagen, und so entstand ein buntes Programm mit fröhlichen und traurigen Momenten. Für musikalische Beiträge sorgten die Bigband „Nuggets“ unter der Leitung von Ruth Bednarski-Köller sowie Lea und Felix Schwiderski an Saxophon und Klavier. Regine Brandt und Sabrina Diehr führten die zahlreichen Besucher durch das umfangreiche Programm.


Engagiert, fördernd,     fordernd und beharrlich


Den Anfang machte Schulrätin Schuldt. Sie dankte Hinrichsen für die Zusammenarbeit. „Wir hatten stets ein vertrauensvolles Verhältnis“, sagte sie. Charakterzüge von Hinrichsen seinen unter anderem: „Sie waren mir immer eine akribische Paragrafenhelferin. Sie sind fördernd und fordernd, beharrlich, und manchmal kichern Sie wie ein kleines Kind.“ Sie habe in ihrer Zeit als Rektorin die Schule nach vorne gebracht. „Ohne ihr Engagement wäre die Schule ausgelaufen“, betonte Schuldt. Bürgermeister Hildebrand hob während seiner Ansprache die Erfolgsgeschichte der Schule hervor. „Seit 2010, also seit Frau Hinrichsen Schulleiterin ist, haben wir ständig steigende Schülerzahlen“, sagte er. Er habe ausgerechnet, dass es in den Jahren 2008 bis 2016 eine Steigerung von 72,46 Prozent gegeben habe. Bönningstedts Bürgermeister dankte auch gleichzeitig Konrektorin Rebehn für ihre Arbeit. „Wenn eine Schule von so einer Persönlichkeit wie Frau Hinrichsen geleitet wird, dann braucht es jemanden, der ihr den Rücken stärkt, und das haben Sie geschafft“, sagte er an Rebehn gewandt. Brummund lobte die ausgezeichnete pädagogische Arbeit unter Hinrichsens Leitung. Als dann auch noch der Fünftklässler Leif Westphal zu Wort kam, blieb kaum ein Auge trocken. „Sie müssen nun nicht mehr zur Schule gehen“, sagte Leif. Er stellte sich die Frage, was denn der Ruhestand bedeutet? „Heißt es Stillstand? Das hoffe ich nicht.“ Zum Abschied zitierte er den Lyriker Ernst von Feuchtersleben: „Wenn Menschen auseinandergehen, so sagen sie: Auf Wiedersehen!“

Am Ende kam auch Hinrichsen zu Wort. „Ohne ein Team ist man gar nichts. Zusammenhalt ist das Allerwichtigste“, betonte sie. Sie werde die Zeit sehr vermissen, in der sie mit ihren Kollegen lachen konnte. „Doch mir ist klar geworden: Die Schule ist da, die Kollegen sind da, die Politiker sind da und die Verwaltung ist da.“ Dennoch falle ihr der Abschied sehr schwer. „So eine glückliche Berufszeit, wie ich sie hatte, hat nicht jeder“, betonte Hinrichsen. Neben dem Dank an ihre langjährigen Kollegen hatte sie für ihren Ehemann Winfried Günnemann noch eine Überraschung. „Eine Urkunde für Verdienste für Maike Hinrichsen“, las sie dem Publikum vor. „Für 85 kostenfreie Rechtsberatungen, 990 Korrekturtage, 33 Musicals, die Sie begleitet haben, 6600 geschnittene und an Hinrichsen verfütterte Möhren sowie 13  200 geschmierte Butterbrote, für die Arbeitsfähigkeit.“ Vom Kollegium erhielt sie eine „Eilsendung“ des „Bönningstedter City Kuriers“. Enthalten war das Abschiedsgeschenk: ein selbst zusammengestellter Reiseführer. Ein weiteres Geschenk wurde ihr während der Abschiedsfeier gemacht. Da ihre gesamte Verwandtschaft, teilweise sogar aus Schweden, angereist war, konnte sie endlich ein Familienfoto machen.

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