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Bönningstedt : Regenwasserentsorgung - Das müssen Sie jetzt wissen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Grundstückseigner in Bönningstedt zahlen von Sommer 2015 an für die Entsorgung von Regenwasser. Broschüre veröffentlicht.

Bönningstedt | Grundstückseigentümer in Bönningstedt müssen voraussichtlich vom 1. Juli 2015 an Geld dafür zahlen, dass Regenwasser über die Kanalisation entsorgt wird. Bisher war das mit Steuergeld der Gemeinde beglichen worden. In Zukunft wird jedoch das Verursacherprinzip gelten, eine Umlage auf alle Bürger einer Gemeinde ist nicht mehr zulässig. Das Unternehmen Hamburg Wasser, das für die Entsorgung zuständig ist, bietet deswegen am Dienstag, 18. November, eine Infoveranstaltung an.

Als Berechnungsgrundlage für die umgelegten Gebühren dienen „bebaute, überbaute und sonstige befestigte Flächen“ auf den Grundstücken der Einwohner. „Dafür benötigen wir nur Name und Adresse der Eigentümer sowie die Nummer des Flurstücks“, erklärte Lars Christiansen von der Hamburger Stadtentwässerung. Um die „gebührenrelevanten Flächen möglichst exakt zu erfassen“, werde das aktuell beste technische Verfahren zur Flächenermittlung angewandt, heißt es in einer Informationsbroschüre des Unternehmens. Dabei werden Luftbilder ausgewertet. Zwischenzeitlich an die Grundstückseigentümer versandte Befragungsbögen sollen bereits ab Dezember dieses Jahres bearbeitet und ins System eingepflegt werden.

„Grundsätzlich liegen wir voll im Zeitplan und gehen davon aus, das neue Gebührenmodell wie vorgesehen im Sommer 2015 einführen zu können. Der Versand der Anschreiben an die Eigentümer ist in der vergangenen Woche erfolgt. Insgesamt werden die versiegelten Flächen von 1345 Grundstücken in Bönningstedt erhoben“, sagte gestern Ole Braukmann, Sprecher der Konzernkommunikation Hamburg Wasser. Derzeit laufe die Phase, in der die Rückläufer ausgewertet werden. Die Frist für den Rückversand laufe bis zum 23. November.

Ab kommendem Sommer werden also zwei getrennte Gebühren erhoben: An der Schmutzwassergebühr ändert sich dabei nichts – sie wird, wie bisher, auf Grundlage der jährlich von den Grundeigentümern verbrauchten Trinkwassermenge in Kubikmetern abgerechnet. Die Niederschlagswassergebühr richtet sich nach den bebauten Flächen in Quadratmetern, von denen Regenwasser in die öffentlichen Abwasseranlagen abfließt.

„Sind alle Flächen ausgewertet und um gegebenenfalls vorzunehmende Anpassungen modifiziert, die sich aus den Rückläufern ergeben, ist es geplant, den Eigentümern Anfang 2015 die offizielle Flächenmitteilung zuzusenden. Erst anschließend erfolgt die Kalkulation der Gebührensätze, weil sie ja auf Basis der tatsächlich vorhandenen Flächen erfolgt. Daher kann zur Gebührenhöhe heute noch keine Angabe gemacht werden“, informierte Braukmann.

Hamburg Wasser veranstaltet am Dienstag, 18. November, eine Informationsveranstaltung zur neuen Gebühr für die Entsorgung von Niederschlagswasser. Bürger, insbesondere Grundstückseigentümer, können sich von 20 Uhr an in der Aula der Schule Rugenbergen Bönningstedt Details zu der neuen Abgabe erläutern lassen. Darüber hinaus gibt es individuelle Beratungstermine: heute, Mittwoch und Donnerstag, sowie 17. bis 20. November, jeweils 11 bis 18 Uhr im Sitzungsraum des Gemeinderats, Ellerbeker Straße 20. Außerdem gibt es bei Hamburg Wasser einen Infoflyer.
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erstellt am 11.Nov.2014 | 14:00 Uhr

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