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Quickborner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 09:52 Uhr

Ellerbek : Rechnung in Sicht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Amt Pinnau will den Aussteiger-Gemeinden Bönningstedt und Hasloh in den kommenden Wochen seine Forderungen präsentieren.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Die Rechnung wird voraussichtlich in den kommenden Wochen präsentiert. Ellerbeks Bürgermeister und Amtsvorsteher Günther Hildebrand (FDP) erklärte, dass das Amt Pinnau die durch die Ausamtung von Bönningstedt und Hasloh entstandenen Kosten bald ermittelt hat.

Seit dem 1. Januar 2013 werden Hasloh und Bönningstedt nicht mehr vom Amt Pinnau, sondern von der Stadt Quickborn verwaltet. Wie hoch die Forderungen der verbliebenen fünf Amtsgemeinden an die beiden „Aussteiger“ sein werden, könne er noch nicht sagen. „Es geht jedenfalls nicht um Peanuts“, betonte Hildebrand. Allerdings werde wohl auch nicht über Millionenbeträge diskutiert.

Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske (BWG) hatte im Interview mit dieser Zeitung erklärt, dass bisher noch keine konkreten Forderungen vorliegen. Außerdem betonte er, dass das Amt in der Pflicht stehe, die Kosten möglichst gering zu halten. Dass das geschehe, bezweifelte er. Aus Hildebrands Sicht unverständlich: „Es wird nur getan, was nötig ist“, betonte er. Es könne keine Rede davon sein, dass Bönningstedt und Hasloh das Geld aus der Tasche gezogen werde. Die Rechnungen würden äußerst sorgfältig erstellt, damit sie nicht anfechtbar seien. Kosten seien den übrigen Amtsgemeinden unter anderem durch Leistungen entstanden, die erbracht werden mussten, um den Verwaltungswechsel zu organisieren.

Hildebrand hofft, dass eine Einigung zustande kommt und unterschiedliche Auffassungen über die Kosten nicht zu einem Rechtsstreit führen. „Ich gebe aber keinen Tipp ab, ob das gelingt.“ Im Streit um die Zukunft der Schule Rugenbergen sieht der Amtsvorsteher Bönningstedt und Hasloh in der Pflicht. Ellerbek habe dem Kompromissvorschlag von Landrat Oliver Stolz und Schulrat Michael Doppke bereits zugestimmt. Auch der laufende Betrieb sei durch die Trägerschaft des Amts Pinnau gesichert. Vor Kurzem hatte Hildebrand erklärt, dass das Amt weiter Träger sei und Ellerbek damit als Einzige von den Streithähnen im Amt verbliebene Gemeinde alleine entscheiden könnte. Dem hatte Bönningstedts Bürgermeister Liske widersprochen.

Liskes Vorschlag, bei erneuten Verhandlungen noch einmal auf Land- und Schulrat als Moderator zurückzugreifen, stößt beim Ellerbeker Amtskollegen auf wenig Gegenliebe. „Beide könnten nur das bestätigen, was sie schon vorgeschlagen haben.“ Stolz und Doppke hatten angeregt, dass die Gemeinden Hasloh und Bönningstedt zu zweit einen Schulverband gründen, der die Trägerschaft übernimmt. Ellerbek soll laut Vorschlag auf einen Vermögensausgleich komplett verzichten, muss allerdings auch keinen weitergehenden Ausgleich für künftige Sanierungen an den Schulverband bezahlen.

Hildebrand hält diesen Vorschlag nach wie vor für gut. Er habe allerdings den Eindruck, dass Bönningstedt und Hasloh eine Entscheidung im Schulstreit bisher hinausgezögert hätten. Immerhin in einem Punkt sind sich Liske und Hildebrand einig: „Letztendlich geht es ums Geld“, stimmte der Ellerbeker Bürgermeister zumindest einer Äußerung Liskes zu.

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