Radtour der CDU : Radwege in Quickborn unter die Lupe genommen

Das Thema beschäftigt die Quickborner: 15 Radler nahmen an der Tour durch die Stadt teil und schauten bei den Wegen einmal genauer hin.
Das Thema beschäftigt die Quickborner: 15 Radler nahmen an der Tour durch die Stadt teil und schauten bei den Wegen einmal genauer hin.

Die Christdemokraten haben zu einer Radtour eingeladen. Die Gruppe entdeckte Straßen in desaströsem Zustand.

shz.de von
09. August 2018, 12:00 Uhr

Quickborn | Auch die anhaltende Hitze konnte die Quickborner Christdemokraten und ein Dutzend interessierte Radfahrer aus der Stadt nicht davon abhalten, die Fahrradwege und Stellplätze einmal genau unter die Lupe zu nehmen. 20 Kilometer legten sie dafür auf ihrer Tour durch die Eulenstadt zurück. Mit Erfolg. Laut CDU-Pressesprecher Bernd Weiher konnten Erkenntnisse dazugewonnen werden, die für die zukünftige Arbeit hilfreich sind.

Mit dabei waren Mitglieder der Quickborner Grünen und der FDP sowie Bürgervorsteher Henning Meyn (CDU), der CDU-Kreistagsabgeordneten Eike Kuhrcke und der Radweg-Experte Michael Artmann vom ADFC-Norderstedt. Auch der Radbeauftragte des Kreises Segeberg Joachim Brunckhorst begleitete die Tour mit Fachwissen. Eine Mutter aus Quickborn fuhr mit ihrer Tochter Elina im Anhänger mit. Gefragt, ob die Tour nicht zu anstrengend sei, sagte sie: „Ich fahre jeden Tag 18 Kilometer ins Büro, da bekommt man genügend Kondition.“

Startpunkt der Tour war der Bahnhof Quickborn. Die Strecke führte zunächst vom Rathausplatz über die Bahnhofstraße zur Kieler Straße. Auf der Bundesstraße fiel ihnen schnell eine Gefahrenstelle auf, denn es gibt dort einen Radweg, der in beide Richtungen genutzt werden kann. „Der gegenläufige Radverkehr und die vielen Straßeneinmündungen und Auffahrten bedeuten für Rad- und Autofahrer eine ständig hohe Gefahr“, schilderte Weiher das Problem an dieser Stelle. Am Ortsausgang in Richtung Hamburg ging es weiter über die 30er Zone im Heidampstraße und Goethestraße. „Der vor vielen Jahren eingerichtete kombinierte Fuß- und Radweg kann von den Radfahrern nicht mehr genutzt werden. Die Straßenverkehrsordnung schreibt nämlich vor, dass Radfahrer in Tempo 30er Zonen die Fahrbahn benutzen. Insofern irritieren die Markierungen bei den Straßeneinmündungen“, erklärt der CDU-Pressesprecher.

Die Teilnehmer nahmen auch die Heidkampstraße unter die Lupe. Dort sei eine Markierung vorhanden, die aus vergangener Zeit stammt.
CDU Quickborn
Die Teilnehmer nahmen auch die Heidkampstraße unter die Lupe. Dort sei eine Markierung vorhanden, die aus vergangener Zeit stammt.
 

Durch die Heinrich-Lohse-Straße ging es weiter über die Feldbehnstrasse, Ohlmöhlenweg und Schmalmoorweg in die Quickborner Heide zur Friedrichsgaber Straße. „Dabei wurde deutlich, dass dies keine optimale Radwegverbindung nach Quickborn-Ort ist. Die schmale Straße verbunden mit dem hohen Verkehrsaufkommen ist eher ungeeignet für den Radverkehr“, sagte Weiher. Als Lösung dafür schlug er vor, dass durch die Erweiterung des Gewerbegebiets ein Radweg geschaffen werden könnte, der direkt nach Quickborn-Ort führen würde.

Vom Friedrichsgaber Weg fuhr die Gruppe zur Bahnstraße. „Der Zustand dort ist teilweise schlecht, da die Radwege durch Baumwurzeln und Bauarbeiten in der Vergangenheit an vielen Stellen geflickt oder beschädigt sind“, sagte Weiher. Als keine optimale Lösung sehe er die Situation auf der Ellerauer Straße in Richtung Quickborn. „Durch den Landesbetrieb wurde die Straße durch einen Sandweg erneuert. Erstens fährt es sich auf Sand generell schwerer und bei starkem Regen ist es kein Vergnügen, dort mit dem Rad unterwegs zu sein“, argumentierte Weiher und er hoffe, dass sich dieser „Unsinn“ nicht an weiteren Stellen in der Stadt wiederhole. Für die Gruppe ging es über den Klingenberg und die Himmelmoorchaussee bis zum alten Torfwerk. „Die Himmelmoorchaussee ist keine Straße, sondern ein Kartoffelacker“, fasst es Weiher kurz und knapp zusammen. Die Radfahrer waren sich dabei schnell einig, dass als erste Maßnahme die Einführung einer 30er Zone helfen würde. Da dieser Bereich jedoch außerhalb der Ortschaft liegen würde, könne nicht ohne Weiteres ein Tempolimit eingeführt werden. Hoffnung habe Weiher dennoch: „Aufgrund der Attraktivität des Himmelmoors und der Freizeitbedeutung kann ich nicht erkennen, warum in diesem Fall die Einführung eines Tempolimit nicht möglich sein sollte. Wir werden das möglichst schnell erneut prüfen lassen.“

Weiter ging die Route auf dem Schulweg nach Quickborn Renzel bis zur Pinneberger Straße. „Der Radweg von Renzel nach Quickborn Ort befindet sich in einem desaströsen Zustand. Baumwurzeln haben ihn zum Teil in regelrechte Sprungschanzen verwandelt“, erläutert Weiher den Zustand vor Ort. Dieses Problem falle in den Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebes.

Wie Weiher bereits anfangs betonte, sei diese Radtour lediglich ein Anfang gewesen. Die Christdemokraten möchten sich auch künftig mit den Radwegen der Stadt auseinandersetzen. „Wir werden das Thema weiter angehen, sobald das politische Geschehen in der Stadt wieder losgeht“, kündigt Weiher im Gespräch mit unserer Zeitung an. Die Sitzungen der Gremien starten schon am Dienstag, 21. August. Die Mitglieder des Finanzausschusses treffen sich um 19 Uhr zu ihrer ersten Sitzung in dieser Wahlperiode.

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