„Das Atmen fiel heute schwer“ : QuickbornRun: Mehr als 500 Läufer trotzen den widrigen Außenbedingungen

506 Läufer starteten gestern beim 39. Quickborn Run über die Distanzen 10 und 25 Kilometer.
506 Läufer starteten gestern beim 39. Quickborn Run über die Distanzen 10 und 25 Kilometer.

Insgesamt 506 Läufer trotzen den widrigen Außenbedingungen. Vorjahressieger Luigi Babusci stellte sogar einen neuen Streckenrekord auf.

shz.de von
14. November 2016, 12:30 Uhr

Quickborn | „Die Zeiten werden heute bei den Temperaturen nicht so gut sein“, sagte René Croissier. Der Moderator, der die Läufer des 39. Quickborn Run, im Zielbereich begrüßte und ankündigte, lag mit seiner Prognose daneben – zumindest über die Zehn-Kilometer-Distanz. Vorjahressieger Luigi Babusci aus Hamburg wiederholte seinen Erfolg nicht nur, sondern schaffte mit einer Zeit von 34:48 Minuten auch einen neuen Streckenrekord.

„Das lief ganz gut“, sagte der Sieger im Ziel. Im vergangenen Jahr war er erstmals in der Eulenstadt gestartet. „Ich habe hier eine Bekannte und daher hatte ich mich angemeldet“, sagte Babusci. Er kündigte bereits an: „Nächstes Jahr komme ich vielleicht wieder.“ So entspannt wie er kamen aber nicht alle 506 Starter nach dem Lauf über 10 und 25 Kilometer im Zielbereich an. „Das Atmen fiel heute schwer“, sagte Johannes Wittmar, Zweitplatzierter über 25 Kilometer. Katrin Grieger, Siegerin der Frauen über die 25-Kilometer-Distanz war passend zu den widrigen Bedingungen unter dem Teamnamen „Legion of Pain“ - zu Deutsch: Legion der Schmerzen – gestartet.

Völlig schmerzfrei war Dorian O’Hara. „Ich bin halber Engländer. Kämpfen können wir Engländer“, erläuterte er seinen Start in kurzer Hose und T-Shirt – ein seltenes Bild gestern. „Mit schlechtem Wetter kennen wir uns natürlich auch aus“, sagte er lachend. Im vergangenen Jahr sei er bei strömendem Regen in langer Hose gelaufen. „Die wog am Ende fünf Kilogramm mehr. Daher habe ich mich diesmal für die kurze Variante entschieden. Und dann regnet es nicht.“

Keine Gedanken über die Laufkleidung musste sich der Pudel-Yorkshire-Mischling Swarley machen. Zusammen mit seinem Frauchen Inka Raabe absolvierte er die zehn Kilometer souverän und erhielt seine eigene Medaille. „Er trainiert auch immer mit“, sagte Raabe, die im Ziel abgekämpfter wirkte als ihr vierbeiniger Begleiter.

Um die Stärkung für die Läufer kümmerten sich unter anderem das Deutsche Rote Kreuz, das literweise heißen Tee kochte, sowie Stephanie Grünrock und Christa Parchmann, die im Akkord Äpfel und Bananen schnitten. Etwa 750 Früchte kamen unters Messer. „Damit ist der Bedarf an Bananen für dieses Jahr gedeckt“, sagte Grünrock. Sie erläuterte: „Ich esse keine Bananen. Ich hasse sie. Nur einmal im Jahr habe ich sie überhaupt in der Hand. Hier, damit die Läufer sich stärken können.“ Diese griffen nach dem anstrengenden Lauf immer wieder beherzt zu.

„Wir haben mehr Starter und mehr Nachmeldungen als im Vorjahr“, bilanzierte Croissier. 612 Läufer und sechs Staffeln hatten sich angemeldet – allerdings blieben 112 Startnummern liegen. „Zum Glück weniger als im Vorjahr, als das Wetter nicht kalt, sondern nass war“, so Croissier.

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