zur Navigation springen

Pädagogik : Quickborner Privatschule kurz vor dem Umzug

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Im Januar soll das vierstöckige Schulgebäude fertig sein. Träger aus Sachsen investiert insgesamt 17 Millionen Euro.

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2017 | 12:30 Uhr

Quickborn | Jetzt steht der Zeitplan: Im Februar verschwinden die Container auf dem Gelände der Freien Grund- und Gemeinschaftsschule in der Feldbehnstraße. Wenn der schuleigene Kindergarten am 8. Januar seinen Betrieb in dem neuen vierstöckigen Gebäude aufgenommen hat und die Grund- und weiterführende Schule umgezogen sind, werden die Behelfsräume acht Wochen später als ursprünglich geplant überflüssig.

Komplett wird der private „Campus – Region Hamburg“ allerdings erst sein, wenn auch das Multifunktionsgebäude mit Sporthalle, Mediathek, Aula und Mensa mit 200 Plätzen steht. Geschäftsführer Elmar Süß rechnet mit dessen Fertigstellung im kommenden August. Dann hat der Träger, die Anerkannte Schulgesellschaft (ASG) mit Sitz in Annaberg-Buchholz (Sachsen) 17 Millionen Euro in den Standort investiert.

Die Freie Grund- und Gemeinschaftsschule Quickborn ist die achte unter privater Trägerschaft im Kreis Pinneberg. Während die Kindertagesstätte längst ausgebucht ist und interessierten Eltern aktuell nur noch ein Platz auf der Warteliste angeboten werden kann, geht die Werbung für Schule erst richtig los. Die Grundschule ist noch zweizügig, könnte aber dreizügig werden. Auch die Gemeinschaftsschule soll dreizügig laufen. In der Oberstufe stehen zukünftig 60 Plätze zur Verfügung. „Bei uns können die Kinder auf Wunsch vom Kindergarten bis zum Abitur durchlaufen“, sagt Süß. Dabei steigen sie buchstäblich immer eine Etage höher: von der Kita im Erdgeschoss über die Grundschule in ersten, die Klassen fünf bis zehn im zweiten und die Oberstufe mit den Klassen 11 bis 13 im dritten Stock.

Ziel sind der Mittlere Schulabschluss und das Abitur. Ein besonderes Film- und Medienprofil soll in der Oberstufe für ein Alleinstellungsmerkmal sorgen. Vorbild ist die Medienschule der ASG in Babelsberg. Bislang gibt es keine Oberstufe, aber das soll sich ändern. „Wenn wir genug Anmeldungen haben, würden wir gern im Sommer eine elfte Klasse etablieren“, so Süß

Der Weg war bislang ein steiniger. Zuletzt hatte die ASG eine achtwöchige Verzögerung bei den Bauarbeiten zu verdauen. Durch den G 20-Gipfel in Hamburg verzögerte sich der Transport einiger Bauelemente aus Leipzig. Er sollte von der Polizei begleitet werden, die aber keine Kräfte zur Verfügung stellen konnte.

Die Idee einer Privatschule in Quickborn geht auf Pläne der Johanniter zurück. Als sie sich aus finanziellen Gründen von dem Projekt verabschiedeten, suchten die Eltern der bereits eingeschulten Kinder nach einer Lösung und fanden in der ASG einen neuen Partner.

Der musste zunächst ein bereits gekauftes Grundstück wieder abwickeln, weil es als Schulstandort ungeeignet war, und konnte endlich das Gelände der ehemaligen Schokoladenfabrik an der Feldbehnstraße erwerben. Inzwischen hat die Schule nach Angaben von Süß auch die staatliche Anerkenung, Voraussetzung für Zuschüsse vom Land. „Das Schulgeld soll bezahlbar bleiben, und dazu brauchen wir die Zuschüsse“, so Süß. Derzeit ist die Rede von einem monatlichen Sockelbetrag von 150 Euro. Darin enthalten ist Betreuung von 7 bis 17 Uhr. Hinzu kommen ein einkommensabhängiger Individualbetrag sowie Kosten für das Mittagessen.

Die Anerkannte Schulgesellschaft mbH (ASG) betreibt bundesweit rund 50 Bildungseinrichtungen, darunter Kindertagesstätten, Schulen, Wohnheime und berufliche Ausbildungsstätten. Im Mittelpunkt des pädagogischen Konzepts steht der sogenannte Bildungscampus. Ziel ist es, verschiedene Bildungseinrichtungen an einem Standort zusammenzuführen, die voneinander profitieren und miteinander verzahnt arbeiten. Wie genau das aussehen kann, wird Gegenstand der Informationsveranstaltung auf dem Gelände der Freien Grund- und Gemeinschaftsschule Quickborn, Feldbehnstraße 55, sein. Am Sonnabend, 18. November,  können Kinder und Eltern von 14 bis 16.30 Uhr im Rahmen eines Tages der offenen Tür das neue  vierstöckige Gebäude besichtigen,  Vorträge über die Inhalte der  Oberstufenprofile, das pädagogische Konzept und den Mensabetrieb hören. An die Veranstaltung schließt sich das Lichterfest auf dem Gelände an. Der Eintritt ist frei, anmelden muss man sich nicht.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen