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Prozess um Vergewaltigung : Quickborner muss hinter Gitter

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Weil er seine Ehefrau vergewaltigt hat, muss ein 44-Jähriger für sieben Jahre und drei Monate ins Gefängnis.

Quickborn/Itzehoe | Reglos sitzt er da. Genau so wie während der vorangegangenen acht Verhandlungstage. Der 44-Jährige Quickborner verzieht keine Miene, als Richter Eberhard Hülsing am Dienstag das Urteil verkündet: Sieben Jahre und drei Monate Gefängnis wegen Körperverletzung, Geiselnahme und schwerer Vergewaltigung. Außerdem muss der Mann 15.000 Euro Schmerzensgeld an seine Frau zahlen. Nach Überzeugung der zweiten Strafkammer hatte er seine Frau verprügelt, an einen Stuhl gefesselt und sie unter Todesdrohungen vergewaltigt. Die Strafkammer folgte damit im Wesentlichen der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Im vergangenen Sommer soll sich Folgendes abgespielt haben: Mitte Juni stieß der Verurteilte seine Frau in einem Streit mit dem Kopf gegen einen Türrahmen, sodass sie sich verletzte. Wenige Tage später habe er ihr bei einem weiteren Streit vor den Augen der zwei Kinder einen Kopfstoß mit der Stirn verpasst, sie mit Fäusten traktiert und die am Boden liegende Frau mit Fußtritten misshandelt. Etwa einen Monat später ging das Martyrium weiter. Der Quickborner hatte seine Frau laut Urteilsbegründung erst an einen Stuhl gefesselt und gedroht, sie zu erschlagen. Später habe er sie losgebunden, auf ein Sofa gedrängt und mehrfach vergewaltigt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Eine Überprüfung ist wahrscheinlich.

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