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Quickborner Tageblatt

13. Dezember 2017 | 02:58 Uhr

Bönningstedt : Quickborner kaufen Bürgerstuben

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Nach monatelangem zähen Ringen wurde der Verkaufsvertrag der Bönningstedter Immobilie besiegelt.

von
erstellt am 23.Mai.2014 | 15:00 Uhr

Bönningstedt | Die Bürgerstuben haben einen neuen Besitzer. „Ich habe die Bürgerstuben an die Herren Frehsdorf verkauft“, sagt Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske (BWG). „Wir waren uns schon seit längerem mit der Gemeinde im Grundsatz einig, lediglich die vertragliche Ausgestaltung war schwierig“, bestätigt Dirk Frehsdorf, der gemeinsam mit seinem Vater Hilmar eigens für den Kauf der Immobilie (Kaufsumme: 34.000 Euro) eine Gesellschaft gründete.

„Wir haben jetzt einen Vertrag mit Auflagen: Wir sind verpflichtet, mindestens für die nächsten zehn Jahre dort Gastronomie zu betreiben, den Sportlertrakt zu renovieren und an das Jugendzentrum Räume zu vermieten“, berichtet Frehsdorf. „Die Verpflichtung zum Betrieb einer Gastronomie bedeutet, dass ich mich im schlimmsten Falle selbst hinter den Tresen stellen müsste“, sagt Frehsdorf und lacht. Triebfeder des Kaufs sei sein Vater gewesen. „Er ist seit 60 Jahren Vereinsmitglied des SV Rugenbergen – er konnte nicht mehr ertragen, den Leerstand der Gaststätte und den Zustand in den Umkleiden mitzuerleben“, erzählt der Investor. Zudem gebe es starke familiäre Bande zur Gemeinde Bönningstedt: „Meine Großmutter und mein Vater kamen als Flüchtling e aus Ostpreußen hierher und wurden sehr freundlich in die Dorfgemeinschaft aufgenommen.“

Er selbst erinnert sich an Geburtstagsfeiern seiner Großmutter im Saal der Bürgerstuben. „Es ist jammerschade, dass das nicht mehr möglich ist“, sagt Frehsdorf. An der Idee seines Vaters, das Gebäude zu kaufen und seinem ursprünglichen Nutzen zuzuführen, fand Dirk Frehsdorf immer mehr Gefallen. „Besonders das Konzept, das Sportlerräume, Gastronomie, Veranstaltungsraum und Jugendzentrum in einem solchen Objekt zusammenfasst, finde ich gut“, so Frehsdorf weiter. „Da auch der Erhalt des KiJu sichergestellt ist, profitieren alle Bönningstedter von dem Eigentümerwechsel.“ Nach reiflicher Überlegung hätten dann die Verhandlungen mit der Gemeinde begonnen. „Wir haben hier keine Gewinnerzielungsabsicht“, betont Frehsdorf. Es gehe viel mehr darum, eine wichtige Institution für Bönningstedt aufrecht zu erhalten. „Der Hauptdarsteller ist das Objekt, nicht wir“, sagt er.

Jetzt steht vor den Investoren ein Berg Arbeit: „Wir wollen die Substanz so herrichten, dass eine moderne Nutzung möglich ist“, kündigt Frehsdorf an. Wie viel Geld und Zeit dafür nötig sei, stehe noch in den Sternen. „Ich lerne hier jeden Tag etwas Neues dazu: Vor kurzem habe ich eine wichtige Entwässerungspumpe für die Kellerräume entdeckt“, berichtet Frehsdorf. Ob es jedoch eine Drainage gebe, entziehe sich zurzeit ebenso seiner Kenntnis wie etwa die Anforderungen im Rahmen der Gaststättenkonzessionierung an die Lüftungsanlage. Er wolle zwar so schnell wie möglich den Betrieb aufnehmen, stehe aber noch vor vielen Fragezeichen. Währenddessen sind die Sanierungsarbeiten im Sportlertrakt bereits in Gang: Neue Türen, neue Duschen, neue Waschbecken werden nach und nach eingebaut. „Wir haben im Vertrauen wir mit den Arbeiten begonnen, bevor der Vertrag unterschrieben war“, so Frehsdorf. Die Sportler würden davon bereits in der nächsten Saison profitieren.

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