Zukunft gesichert : Quickborner Gymnasien halten die Schülerzahlen

Ein Chor der sechsten Klassen sorgte für die musikalischen Beiträge während der Einschulungsfeier am ESG.
Ein Chor der sechsten Klassen sorgte für die musikalischen Beiträge während der Einschulungsfeier am ESG.

98 Fünftklässler besuchen seit Dienstag das ESG und 75 Fünftklässler das DBG.

shz.de von
22. August 2018, 16:00 Uhr

Quickborn | Die Zukunft der beiden Quickborner Gymnasien Elsensee (ESG) und Dietrich Bonhoeffer (DBG) bleibt gesichert. Am Dienstag sind insgesamt 173 Fünftklässler mit liebevoll gestalteten Einschulungsfeiern begrüßt worden. Damit bleibt die Schülerzahl gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

Dieser Umstand hat vor allem im ESG für zufriedene Gesichter gesorgt. „Das macht uns vor dem Hintergrund der noch laufenden Umbauphase besonders stolz“, sagte Lehrer Arno Meyer am Rand der Veranstaltung. Er hat zum neuen Schuljahr die Leitung der Orientierungsstufe an seinen Kollegen Toni Güth abgegeben, ist ab sofort ausschließlich für die Mittelstufe zuständig.

G8 nicht nachgefragt

Seine neuen Fünftklässler werden ihr Abitur alle nach neun Jahren machen, das sogenannte G 8 ist zwar am ESG auch möglich, wurde aber nach Angaben von Güth so gut wie nicht nachgefragt. Schulleiter Michael Bülck wandte sich in seiner Begrüßungsansprache nicht zuletzt an die Eltern mit der Mahnung, auf die neuen Gymnasiasten keinen Druck auszuüben, ihre Leistungen aber durchaus im Auge zu behalten. „Der Druck ist schon hoch genug, aber schauen Sie Ihrem Kind ruhig über die Schulter und lassen sich die Hefte zeigen“, sagte er.

Karin Schaller (Zweite von links), Alexandra Hagen (Fünfte von links) und Jens Peschel (rechts) DBG übernehmen die Leitung jeweils einer fünften Klasse. Unterstützt werden sie in der Eingewöhnungsphase von jugendlichen Paten.
Hanna Bernhardt
Karin Schaller (Zweite von links), Alexandra Hagen (Fünfte von links) und Jens Peschel (rechts) DBG übernehmen die Leitung jeweils einer fünften Klasse. Unterstützt werden sie in der Eingewöhnungsphase von jugendlichen Paten.
 

Die Schule wünsche sich einen vertrauensvollen Austausch mit den Eltern zum Wohle des Kindes. Dazu gehören für Bülck auch der Wille, auftretende Probleme frühzeitig offen anzusprechen, und ein wertschätzender Umgang mit den Lehrern. Werde zu Hause vor den Ohren des Kindes schlecht über einen Pädagogen gesprochen, untergrabe das dessen Autorität, sagte er. Gleichzeitig erinnerte Bülck die anwesenden Eltern freundlich, aber durchaus bestimmt an ihren Erziehungsauftrag. Dazu gehöre es, den Kindern Reibungsfläche zu bieten, „denn Erziehung hat etwas mit Ziehen zu tun. Das ist zwar eine anstrengende, aber lohnenswerte Aufgabe“, so Bülck.

Geschichte statt Rede

Führungsriege mit Logenplatz: ESG-Schulleiter Michael Bülck (von links), Mittelstufenleiter Arno Meyer und Orientierungsstufenleiter Toni Güth während der Einschulungsfeier.
Foto: Ellersiek
Führungsriege mit Logenplatz: ESG-Schulleiter Michael Bülck (von links), Mittelstufenleiter Arno Meyer und Orientierungsstufenleiter Toni Güth während der Einschulungsfeier.

DBG-Schulleiter Manfred Brandt begrüßte die neuen 5. Klassen nicht mit einer klassischen Rede, sondern wählte das Mittel einer Geschichte, in der sich die gegenwärtige Situation der neuen Schüler widerspiegelte. Peter Schultüte und Lisa Federtasche, die beiden Protagonisten, machen sich darin etwas verzagt auf den für sie viel zu langen Weg in ihre neue Schule in einer fremden Stadt. Dabei begegnen sie sich, reichen sich zur Begrüßung die Hand und haben plötzlich das Gefühl, die nächsten Schritte nicht mehr allein machen zu müssen. „Ihnen ging es so wie euch. Ihr seid nicht allein. Schaut euren Nachbarn in die Augen, sagt hallo und reicht euch die Hände. Damit sage ich euch noch einmal ein herzliches Willkommen hier am DBG“, sagte Brandt.

Beide Schulen hatten ein kurzes musikalisches Programm zur Begrüßung auf die Beine gestellt, an dem die älteren Schüler maßgeblich beteiligt waren.

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