Möglicher Nachfolger gefunden : Quickborner DLRG-Chef verkündet Rückzug

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Dennis Schumacher hinterlässt nach zwölf Jahren einen intakten Verein.

shz.de von
28. Februar 2018, 16:28 Uhr

Der langjährige Chef der DLRG Quickborn, Dennis Schumacher, und seine Stellvertreterin und Lebenspartnerin Jeannine Peters hören auf. Während der Mitgliederversammlung Ende März, wird er seinen letzten Bericht vorlegen und kann darin einmal mehr mit guten Zahlen aufwarten.

dennis schumacher
Seinen Rückzug aus der Verantwortung nach zwölf Jahren begründet Schumacher unter anderem mit einer Veränderung der Prioritäten. Er und seine Frau müssten sich stärker auf den Beruf konzentrieren, sagte er. Mit gerade mal 18 Jahren rückte der Quickborner in den Vorstand auf, wurde zunächst stellvertretender technischer Leiter. Sechs Jahre später machten ihn die Mitglieder zum Vorsitzenden, der nun ein gut bestelltes Feld hinterlässt. „In der Freibadsaison 2017 haben wir 155 Schwimmprüfungen abgenommen. Das ist ein Plus von 34 Prozent“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Deutliche Zuwächse gab es auch bei den Prüfungen zum Jugendschwimmabzeichen Bronze, dem Junior-Retter und den Rettungsschwimmabzeichen Bronze und Silber. „Leicht rückgängig waren die Prüfungszahlen bei den Jugendschwimmabzeichen Silber und Gold, und auch im Bereich der Schwimmanfänger hatten wir uns mehr Prüfungen erhofft“, so Schumacher. Für ihn ist das eine Folge des kühlen Sommers: Die Schwimmanfänger trainierten bei 23 Grad Wassertemperatur, und „wenn dann die Luft nur etwa 15 Grad hat, frieren die Knirpse schon nach wenigen Minuten.“

DLRG bildet Pädagogen für Unterricht aus

Eine positive Bilanz zieht Schumacher außerdem beim Projekt „Seepferdchen für alle“, bei dem die DLRG Quickborn mit der Stadt und dem Partner Nivea kooperiert. Jeweils zehn Erzieher und Pädagogen aus Kindertagesstätten und Schulen in Quickborn wurden im ersten Schritt zu Rettungsschwimmern ausgebildet. Sechs Teilnehmer haben inzwischen eine Ausbilderlizenz erworben. „Wir hoffen nun, dass in Schulen und Kitas zukünftig wieder mehr Wert auf Wassergewöhnung und Schwim-menlernen gelegt wird“, so der scheidende Vorsitzende.

15 Rettungsschwimmer haben im vergangenen Jahr das Freibadpersonal bei der Aufsicht unterstützt. Dabei kamen rund 1000 ehrenamtlich geleistete Stunden zusammen. Hinzu kommen Aktivitäten jenseits der Kernaufgaben wie die Beteiligung am Eulenmarkt. „Wir können einen stabilen und engagierten Verein an unsere Nachfolger übergeben“, sagte Schumacher. Die Personalsuche soll bereits erfolgreich gewesen sein. Er freue sich, dass im neuen Vorstand Menschen mitarbeiten wollten, die fest in Quickborn verwurzelt und mit der Stadt verbunden seien, so Schumacher. Die DLRG-Mitgliederversammlung findet am Freitag, 23. März, um 19 Uhr im DLRG-Haus, Torfstraße 9 in Quickborn, statt. Gäste sind willkommen.

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