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Kritik der Sozialdemokraten : Quickborn wird zur Werbefläche

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Immer mehr Firmen entdecken die Fußwege und Straßen in der Eulenstadt als Möglichkeit, für sich Reklame zu machen.

von
erstellt am 24.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Riesengroß prangt an der Pinneberger Straße – in Nähe der Feuerwehr – ein mehrere Meter hohes Schild eines Quickborner Bauunternehmers. Ein Vorgeschmack darauf, was einen an der Kieler Straße erwartet. Immer mehr Firmen und Einzelhändler entdecken die Fußwege und Straßen in der Eulenstadt als Möglichkeit, für sich Reklame zu machen.

Nun kritisiert die SPD die Menge der neu aufgestellten Werbeflächen in der Stadt: „Insbesondere im Bereich der Kieler Straße/Bahnstraße wirken sich die großen Werbeflächen negativ auf das Stadtbild und die Verkehrssicherheit aus“, sagt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Eckhard Schramm. Die SPD fordert, dass jede weitere Aufstellung von freistehenden Werbeschildern und Plakatwänden in Quickborn vom zuständigen Ausschuss genehmigt werden müsse.

Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt

Ist das jedoch realistisch? „Die Genehmigung von Werbeanlagen richtet sich nach den Bauvorschriften und nicht nach politischer Einzelfallentscheidung“, sagt Bürgermeister Thomas Köppl (CDU) auf Anfrage dieser Zeitung. Die Stadt müsse eine entsprechende allgemein gültige Satzung verabschieden. „Diese Problematik wurde im Jahr 2012 durch die Verwaltung erkannt und im zuständigen Umweltausschuss beraten“, sagt der Verwaltungschef. Für die Schaffung eines sehr komplexen und rechtlich schwierig zu erstellenden Satzungsrechts der Stadt Quickborn habe sich keine politische Mehrheit gefunden. Köppl: „Den politischen Gremien wurde die Problematik rechtzeitig und umfassend berichtet. Ein Arbeitsauftrag wurde der Verwaltung nicht erteilt. Anträge wurden nicht gestellt.“

Soweit die SPD Handlungsbedarf sehe, müsse die Erstellung einer Satzung durch die Gremien beauftragt werden. Da inzwischen eine Vielzahl von Anlagen genehmigt seien, würde jedoch eine Satzung vermutlich ins Leere gehen. „Die Verkehrssicherheit ist durch die Werbeanlagen nicht beeinträchtigt. Das Stadtbild wird aus Sicht der Verwaltung allerdings erheblich beeinträchtigt“, sagt Köppl. Schramm teilte mit, das Thema in der Fraktion in Kürze anzusprechen.

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