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Quickborner Tageblatt

16. Dezember 2017 | 06:42 Uhr

Glasfaserausbau : Quickborn vernetzt sich

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Stadt bindet ihre Einrichtungen an das Breitbandnetz an. Ziele sind schnelleres Internet und Zentralisierung von Daten.

shz.de von
erstellt am 08.Aug.2015 | 10:00 Uhr

Quickborn | Einrichtungen der Stadt Quickborn sollen mit Glasfasernetzen ausgestattet werden, die Internetverbindungen mit Übertragungsraten von 100 Megabit pro Sekunde und perspektivisch mehr ermöglichen. Das ist Ziel des Projekts „Anbindung der Außenstellen per Breitband“, das Stadtverwaltung, Stadtwerke-Tochter Telquick und der IT-Zweckverband Kommunit gemeinsam umsetzen.

Außer dem städtischen Telekommunikationsunternehmen ist auch Kommunit ein Protagonist bei dem Projekt. Der IT-Zweckverband arbeitet derzeit an einem „Stadtnetz“, wie Geschäftsführer Bernd Ziegenhagen und der städtische Projektleiter Ralf Gercken es nennen, in dem das Quickborner Rathaus das Zentrum bildet.

Erreicht werden solle, dass die Gebäudeleittechnik für die Einrichtungen von der Verwaltungszentrale aus steuerbar zu machen und zudem alle Daten in einem System ablegen zu können. „Die Daten gehen ins Rathaus und laufen dann bei uns im Rechenzentrum in Elmshorn auf“, erklärt Ziegenhagen.

Über die Kosten machten die Verantwortlichen keine Angaben. Von der Verlegung von Glasfaserkabeln profitieren unter anderem Stadtbücherei, Kindertagesstätte, Bauhof, Haus der Jugend und Suchtberatung. Aber vor allem die Bildungseinrichtungen stehen im Fokus. „Ein spezieller Nutzer sind die Schulen“, sagt Gercken und bezieht sich dabei auf die die „Landesweite Umfrage zur IT-Ausstattung und Medienbildung der Schulen in Schleswig-Holstein“ des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen. Ein Ergebnis sei gewesen, „dass die Internetverbindung in den meisten Fällen nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht“, erklärt Gercken. Die Stadt Quickborn steuere dem entgegen. Ziel ist es, die schulische Ausbildung von Medienkompetenz in Bezug auf die Nutzung digitaler Angebote zu unterstützen.

Rathaus und städtische Einrichtungen werden den Planungen zufolge miteinander verbunden. (Quelle: Martin Oesting/Kommunit)
Rathaus und städtische Einrichtungen werden den Planungen zufolge miteinander verbunden. (Quelle: Martin Oesting/Kommunit)
 

Vor diesem Hintergrund hätten besonders die örtlichen Gymnasien für schnelle und stabile Glasfasernetze plädiert, so Gercken. Das Projekt ist bereits angelaufen, erste Kabel wurden am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium verlegt. „Von diesem Breitbandanschluss werden die umliegenden Einrichtungen versorgt“, erklärt Gercken. Dazu zählen die Grundschule Mühlenberg, das Haus der Jugend, die Sport- und Begegnungsstätte Ziegenweg und die Lilli-Henoch-Halle. Ab Herbst sollen dann das Schulzentrum-Süd mit Elsensee-Gymnasium und der Sporthalle Heidkamp angeschlossen werden.

Keine Verbindung per Glasfaser wird die Goethe-Schule erhalten. „Probleme entstehen ja dann, wenn viele gleichzeitig aufs Internet zugreifen“, erklärt Fachbereichsleiter Burkhard Arndt, „und das ist bei einer Grundschule nicht der Fall.“ Der Umzug der Goethe-Schule in das Gebäude der Realschule Heidkamp im Schulzentrum Süd ist für das Schuljahr 2019/2020 geplant.

2008 gründeten der Kreis Pinneberg und die Stadt Quickborn gemeinsam den  IT-Zweckverband Kommunit.  Ziel war und ist es dabei laut Webseite, „die Qualität und Wirtschaftlichkeit durch die Nutzung gemeinsamer Ressourcen und die Bündelung technologischer Kompetenz zu verbessern“, ohne  finanziell und personell mehr zu investieren. „Dazu wurden alle IT-Aufgaben, die gesamte Hard- und Software sowie das IT-Personal beider Kommunen dem IT-Zweckverband übertragen“, heißt es auf der Webseite weiter. Geschäftsführer von Kommunit mit Sitz in Elmshorn ist Bernd Ziegenhagen. Mittlerweile sind auch die Städte Barmstedt, das Amt Rantzau sowie die Gemeinde Kronshagen bei Kiel dem Zweckverband beigetreten. Damit betreut Kommunit laut Ziegenhagen nunmehr insgesamt 40 Standorte.
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