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Innenstadt-Bebauung : Quickborn schließt die Lücken

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Die Stadt ermöglicht den Wohnungsbau auf dem ehemaligen Spielplatz. Damit werden die Innenentwicklungspotenziale genutzt.

von
erstellt am 19.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Quickborn | Etwa zehn Jahre lang lag der ehemalige Spielplatz an der Goethestraße im Dornröschenschlaf. Zuletzt wurde er als Hundewiese von Bürgern genutzt. Dann hat die Stadt das 600 Quadratmeter große Grundstück mit dem eigenwilligen dreieckigen Zuschnitt verkauft. Wo früher Kinder spielten, werden in Zukunft Menschen wohnen. Goethestraße, Harksheider Weg, Marktstraße und auch Pinneberger Straße – überall in der City werden derzeit Lücken im Zuge der Innenraumverdichtung geschlossen. Neue Häuser schießen quasi wie Pilze aus dem Boden. Und das oft ohne einen von der Politik aufgestellten Bebauungsplan.

„Es geht darum, die Innenentwicklungstpotenziale zu nutzen. Nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches ist Bauen im unbeplanten Innenbereich möglich, wenn sich die neue Bebauung in die vorhandene Siedlungsstruktur einfügt,“ erläutert Fachbereichsleiterin Friederike Walter auf Anfrage des Quickborner Tageblatts.

Nachverdichtung ist auch oft in zweiter Reihe möglich – wie in Quickborn-Heide zu sehen ist. „Auch dort sind die Siedlungsstrukturen entscheidend, ob in zweiter Bauflucht gebaut werden kann. Auf diese Art und Weise sind in den vergangenen zehn bis 15 Jahren sehr viele neue Häuser in Quickborn gebaut worden“, sagt Walter.

„Die Zusammenarbeit mit Stadt und Kreis klappt hervorragend und ist sehr konstruktiv“, sagten Petra und Holger Fehrmann während des Richtfests an der Goethestraße. Die beiden Quickborner realisieren dort ihre Idee, auf dem Grundstück ein kleines Mehrfamilienhaus mit vier Wohnungen zu errichten. Diese sollen vermietet werden werden.

Zunächst war es keine leichte Aufgabe für die neuen Bauherren: „Das neue Gebäude ist sehr individuell und genau wie das Grundstück dreieckig. Der Hamburger Architekt Raymond McCallum musste deshalb viel Kreativität entfalten, um dort gute Grundrisse zu gestalten“, berichtet Holger Fehrmann. Sechs Planungsvorschläge habe es insgesamt gegeben, so Holger Fehrmann. Das Ergebnis sind nun drei Wohnungen mit jeweils zwei Zimmern und rund 50 Quadratmetern Wohnfläche sowie eine größere Wohnung mit drei Zimmern und 82 Quadratmetern. Für Sonnenanbeter gibt es großzügige Terrassen mit bis zu 19 Quadratmetern Größe. Etwa 750 000 Euro hat der Bauherr investiert.

Die Bauarbeiten gehen zügig voran, Mitte September soll der Neubau mit zwei Etagen bezogen werden. Für das Highspeed-Internet sorgte das Unternehmen Tel.quick.

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