Sanierung : Quickborn packt die letzte Schule an - Abriss des Gertrudenhofes

Der Gertrudenhof wird in diesem Jahr abgerissen.
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Der Gertrudenhof wird in diesem Jahr abgerissen.

Umbaupläne des Elsensee-Gymnasiums stehen weit oben auf der Agenda.

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07. Januar 2015, 10:00 Uhr

Quickborn | Pressetermin im Rathaus: Die Liste der Projekte für 2015, die Bürgermeister Thomas Köppl (CDU), Jochen Lattmann, Sprecher der Stadt, und Fachbereichsleiterin Friederike Walter an diesem Nachmittag präsentieren, ist lang. Sehr lang. Außer dem weiteren Ausbau der Obdachlosenunterkünfte, der Suche nach Wohnungen sowie Häuser für die Unterbringung von Asylbewerbern – mit bis zu 80 neuen Flüchtlingen wird gerechnet –, stehen diverse Top-Themen ganz oben auf der Agenda.

„Im dritten Quartal ist der Baubeginn der Sanierungsmaßnahme Sporthalle Heidkamp“, berichtet der Bürgermeister. Für 2,4 Millionen Euro soll die Halle komplett saniert werden – so haben es die Politiker bereits nach langen, heftigen Debatten 2014 festgelegt.

Bereits im Januar wird der Sanierungsumfang für die beiden Schulgebäude im Schulzentrum Süd (ehemalige Heidkamp-Realschule und Elsensee-Gymnasium) festgelegt. Auch die von der Schule langersehnte Aula ist geplant. Die Verwaltung geht von Kosten in Höhe von 15,4 Millionen Euro aus.

Damit geht Quickborn den Umbau der letzten großen Schule an, während am bereits sanierten Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium kleine Schönheitsmaßnahmen wie die Gestaltung der Außenbereiche vorgenommen werden.

Großes Baugebiet für junge Familien

Die sanierten Schulen – Quickborn hat sich damit über die Stadtgrenze hinaus einen Namen gemacht: „Um junge Familien anzulocken, wird das Baugebiet 104 der Landesentwicklungsgesellschaft in Quickborn-Heide weiter erschlossen“, berichtet Walter. 50 Wohneinheiten (Einfamilien-Doppel- und Reihenhäuser) stehen dort bereits. Der vierte Bauabschnitt soll 2015 auf den Weg gebracht werden. Insgesamt entstehen 160 Wohneinheiten.

Aber auch sonst hält die Verwaltung Ausschau nach bebaubaren Flächen: So soll der Gertrudenhof den Wohnungsbau weichen, und an der Ellerauer Straße sind noch Flächen für Bebauung frei. Außerdem plant die Stadt eine Erweiterung vorhandener Gewerbegebiete wie Hohenbecksmoor. „Wir suchen nach Neustandorten“, sagte Köppl und teilte mit, dass an der Grenze zu Norderstedt auf einer Fläche die Möglichkeit besteht, Gewerbe anzusiedeln.

Und wie sieht es mit dem Gewerbegebiet Mitte aus? „Es gibt eine Wiederaufnahme des B-Planverfahrens 97 unter anderem für das Gelände der ehemaligen Schokofabrik“, so Walter. Wie berichtet, wollten dort die Johanniter mit dem Hamburger Investor Lorenz eine Kombination aus Schule und Wohnbau anbieten. Nachdem die Johanniter abgesprungen sind, macht Lorenz indes allein weiter. „Er hat den Johannitern die Fläche abgekauft“, sagt Walter. An den Plänen, dort Wohnungen zu bauen, halte der Investor fest. Ein Nutzungskonzept liege der Verwaltung vor.

Die geplante Gronauquerung, die das Gewerbegebiet mit der Innenstadt verbinden soll, wird die Stadt und die Politik auch 2015 beschäftigen. Es gebe aber keinen Zeitdruck, so Köppl. Weitere Punkte auf der Agenda sind unter anderem die Forcierung des Stadtmarketings, die Verbesserung der Buslinie 194 in Heide und die Neubesetzung der Schulleitung der Comenius-Schule – denn Andreas Kelber geht dieses Jahr in den Ruhestand.

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