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Kinder sind der Chef : Quickborn: Kinderhaus lässt Mädchen und Jungen experimentieren

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Weltwissen-Gruppe fördert Selbstbewusstsein. Die Themen, die behandelt werden, legen die Kinder selbst fest.

von
erstellt am 17.Nov.2015 | 10:00 Uhr

Quickborn | Die Bücher, die aktuell im Regal des Raums des Projekt Weltwissen im Johanniter-Kinderhaus Quickelbü stehen, haben im Moment alle ein Thema: Feuerwehr. „Jedes Kind durfte etwas vorschlagen“, sagt Erzieherin Christina Franck. Sie und ihre Kollegin Yasemin Baykiz unterstützen die zwölf Kinder, die aktuell innerhalb des Projekts die Welt entdecken. „Die Erzieherinnen sind eigentlich nur das Beiwerk und ermöglichen den Kindern Antworten auf ihre Fragen zu finden“, sagt Susanne Zink, Leiterin des Kinderhauses.

Die Themen legen die Kinder selbst fest. Oft sei es für die Erzieherinnnen eine Herausforderung sich innerhalb kürzster Zeit auf neue Themen einzustellen. „Das geht oft vom hundersten ins tausendeste“, so Zink. Wollen die Kinder beispielsweise die Feuerwehr besuchen, müssen sie selbst am Telefon einen Termin vereinbaren.

Dreimal in der Woche treffen sich die Kinder, immer montags, mittwochs und freitags, an den anderen Tagen sind sie Teil von normalen Kindergartengruppen. In die Projektgruppe dürfen maximal zwölf Mädchen und Jungen, die im letzten Kindergartenjahr sind und bis Ende des Jahres sechs Jahre alt werden. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden ihr Wissen zu erweitern.

Im Projektraum stellt Erzieherin Franck eine Frage: „Wer weiß, was Erste Hilfe ist?“. Schnell schießen einige Hände in die Höhe. Emmi erzählt, dass sie manchmal zuhause hilft. Franck fragt nochmal nach: „Wie ist das denn, wenn du dich gestoßen hast?“. Sam meldet sich und erklärt, dass man dann ein Pflaster aufkleben muss. Nach und nach erzählen die Kinder, was passiert, wenn jemand sich verletzt und das im Notfall die 112 angerufen werden muss.

Zur Feuerwehr gehört natürlich auch das Thema Feuer und so soll eine Kerze auf einem Teller mit Wasser angezündet werden und danach ein Glas darüber gestülpt werden. Franck hilft den Kindern beim Anzünden der Kerze. Gespannt beobachten sie, dass das Wasser im Glas nach oben steigt, wenn die Kerze erlöscht. Jedes Kind darf einmal die Streichhölzer in die Hand nehmen, einige sind etwas vorsichtiger als andere. Aber, so Zink, „Man merkt in kürzster Zeit, dass die schüchternen Kinder mit viel Selbstbewusstsein aus dem Projekt kommen.“ Auch von den Grundschulen kämen positive Rückmeldungen, die Kinder seien im Lernen bereits sehr selbstständig.

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