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Wegen des A7-Ausbaus : Quickborn fordert mehr Züge auf den AKN-Linien

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Quickborner Politiker zeigen Solidarität mit Kaltenkirchen.

von
erstellt am 01.Okt.2014 | 12:15 Uhr

Quickborn | Es hätte kein besserer Tag für die Resolution sein können: Vormittags fiel der Startschuss für den Ausbau der A7 zwischen Hamburg-Schnelsen und dem Autobahndreieck Bordesholm. Am Montagabend brachten die Mitglieder der Ratsversammlung einstimmig eine Willenserklärung auf den Weg.

Darin fordern die Quickborner Politiker eine Verdichtung der AKN-Taktzeiten. Mit anderen Worten: Es sollen mehr Züge auf den AKN-Linien fahren. „Es wird sich zeigen, was der Ausbau der A 7 alles nach sich zieht“, sagte Ratsfrau Doris Torn (CDU) während ihres Wortbeitrags. Befürchtet werden Verkehrsprobleme. Ziel der Resolution ist es, den Personennahverkehr attraktiver zu machen. Damit dann mehr Pendler in die AKN steigen, um die drohenden Staus auf den Straßen zu vermeiden. „Wir halten den Vorstoß für sehr wichtig“, so Torn.

Die Quickborner Ratsversammlung zeigt sich solidarisch mit Kaltenkirchen, wo ebenfalls eine Willenserklärung verabschiedet wurde, die dem Wortlaut des Quickborner Beschlussvorschlags entspricht.

Wie realistisch ist jedoch die Realisierung der Forderung? „Wir schauen uns gerne die Unterlagen, die Resolutionen und konkreten Forderungen an und prüfen, was technisch beziehungsweise betrieblich möglich wäre. Eine Entscheidung darüber, wie oft die AKN fährt, liegt jedoch bei den Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg“, sagte AKN-Sprecherin Christiane Lage gestern auf Anfrage.

Grundsätzlich lasse sich festhalten, dass eine Taktverdichtung in der Hauptverkehrszeit nicht möglich sei. „In der Hauptverkehrszeit sind bereits alle verfügbaren Fahrzeuge im Einsatz“ sagte Lage.

Diese Resolution wurde auf den Weg gebracht: Der Ausbau der BAB A7 in Schleswig-Holstein auf sechs Fahrspuren steht unmittelbar bevor. Da auch im weiteren Verlauf der BAB A7 auf Hamburger Stadtgebiet diverse Maßnahmen geplant sind, unter anderem ein zum Teil achtspuriger Ausbau, Brückensanierungen, Bau von sog. „Deckeln”, Unterhaltungsmaßnahmen am Elbtunnel und Sanierungsarbeiten im weiteren Verlauf der BAB A 7, wird es vor allem im Pendlerverkehr zu erheblichen Problemen kommen. Der Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr ist daher eine empfohlene Alternative, um Staus und Wartezeiten zu umgehen. Damit der Service, vor allem der AKN, besser genutzt werden kann, ist eine Verdichtung der Taktzeiten erforderlich. Die Ratsversammlung der Stadt Quickborn fordert daher die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft mbH (LVS) auf, die Taktzeiten der Strecken A1 von Neumünster-Süd bis Eidelstedt und A2 von Henstedt-Ulzburg Süd bis Norderstedt Mitte zu verdichten und den ÖPNV so attraktiver zu gestalten.


 

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