Kirche : Quickborn feiert die Grundsteinlegung für das neue Gemeindehaus

Lasst mal den Fachmann ran: Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU, links) half Marco Weckbrodt und Claudia Weisbarth, die Kupferkapsel mit Dokumenten zu bestücken. Nicht ganz einfach, denn das Bündel war zu dick für die Rolle.
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Lasst mal den Fachmann ran: Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl (CDU, links) half Marco Weckbrodt und Claudia Weisbarth, die Kupferkapsel mit Dokumenten zu bestücken. Nicht ganz einfach, denn das Bündel war zu dick für die Rolle.

Der neue Treffpunkt der Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh wird 2,4 Millionen Euro kosten. Fertigstellung im April 2019.

shz.de von
16. Mai 2018, 11:10 Uhr

Quickborn | Mit der Grundsteinlegung hat die evangelische Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh zusammen mit Gästen unter anderem aus Politik und Verwaltung am Montag den Fortschritt des Gemeindehausneubaus gefeiert. Kirchenbauausschussvorsitzender Marco Weckbrodt, der die Vorbereitungen, Planungen und nun auch die Durchführung maßgeblich begleitet, bezeichnete den Festakt als „echten Meilenstein“ und spielte damit auf den Beginn der ersten Überlegungen zur Zukunft des alten Gemeindehauses vor fünf Jahren an.

Pastorin Claudia Weisbarth erinnerte in ihrer kurzen Ansprache an den Beginn der Planungen. „Wir haben 2013 eine mögliche Sanierung, einen Teilneubau und einen Neubau als verschiedene Szenarien vorgestellt“, sagte sie. Kurz darauf fiel die Entscheidung für den Neubau – insbesondere aus Gründen der Wirtschaftlichkeit. „Es ging uns vor allem darum, von Anfang an die Aspekte des Denkmalschutzes und der Stadtentwicklung zu berücksichtigen“, so Weisbarth, die den Entwurf des Architektenbüros Wuttke aus Neumünster erneut lobte. Die Planer waren als Sieger aus einem Ideenwettbewerb hervorgegangen.

Ihre Auftraggeber überzeugte vor allem der klare Bezug des neuen Gebäudes zur Marienkirche. „Das war auch unser Ansatz. Wir haben den Klinkerstein der Kirche übernommen und das Gemeindehaus so hin- und hergeschoben, dass man jetzt direkt auf die Kirche zugeht, wenn man im Mittelgang ist“, sagte Reinhold Wuttke. Konkret sehen die Entwürfe ein zweiteiliges Gebäude mit einem Pultdach und einer Nutzfläche von 850 Quadratmetern vor. Der Gang als verbindendes Element wird mit einem Glasdach versehen. „Wir schaffen damit einen erlebbaren Bezug zur Kirche, die von hier aus, aber auch von vielen anderen Räumen aus zu sehen sein wird“, erläuterte die Pastorin. Das Gemeindeleben, so ihre Überzeugung, werde einen guten Raum bekommen, in den sich Menschen eingeladen fühlen sollten und der vor allem Platz für die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Kirchenmusik biete. In ihrer Rede nannte Weisbarth außerdem erstmals öffentlich Zahlen. Demnach wird der Neubau rund 2,4 Millionen Euro kosten. „Die Summe wird zu großen Teilen aus Rücklagen finanziert.“ Die verbleibende Summe wird über Kredite gedeckt. Wenn das neue Gemeindehaus voraussichtlich im April des nächsten Jahres eingeweiht wird, soll das alte Gebäude abgerissen werden. Was mit der dann frei werdenden Fläche passiert, steht nach Angaben von Weisbarth noch nicht fest. Denkbar ist Wohnungsbau, aber konkrete Pläne bestätigte die Pastorin bislang nicht. „Wir machen erstmal den ersten Schritt. Wenn das neue Gemeindehaus steht, entscheiden wir, wie es weitergeht“, sagte sie. 

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