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Quickborner Tageblatt

19. Oktober 2017 | 16:45 Uhr

Quickborn : Puppentheater wie vor 100 Jahren

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Familie Lauenburger spielt von Donnerstag bis Sonntag „Kaspers allerneueste Abenteuer mit dem Räuber Hotzenplotz“.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2014 | 12:00 Uhr

Quickborn | Das Lauenburger Puppentheater ist ständig unterwegs. Nach Vorstellungen in Hamburg wurde das Theaterzelt am Sonntag bei trockenem Wetter abgebaut und nach Quickborn gefahren. Jetzt steht das Theater mit einem nostalgisch gestalteten Eingang, zehn Wagen, drei Zugmaschinen und dem Veranstaltungszelt für rund 400 Besucher auf einer Wiese an der Marktstraße (gegenüber dem Trecker-Museum). Am Donnerstag, 16. Oktober, wird Premiere für das Stück „Kaspers allerneueste Abenteuer mit dem Räuber Hotzenplotz“ gefeiert. Bis Sonntag, 19. Oktober wird es dann täglich gespielt. Jeden um 16 Uhr, außer am Sonntag, da beginnt die Vorstellung um 11 Uhr.

„Wir zeigen Puppentheater mit alten Handpuppen, wie vor 100 Jahren“, berichtet Hubertus Lauenburger stolz, der hinter der Bühne von Ehefrau Manuela und den Kindern Yvonne, Jasmin und David unterstützt wird. Großmutter Ilse spielt zwar nicht, aber ist vor Ort. Sie wohnt in einem 60 Jahre alten Wohnwagen aus Holz. Das 59-jährige Familienoberhaupt Hubertus Lauenburger hat schon im Alter von sieben Jahren das Puppenspiel von seinem Vater gelernt. Die Tradition geht zurück auf den Ur-Ur-Großvater Julius Lauenburger, der das Theater im Jahr 1829 gründete.

Früher seien die Puppenspieler mit Pferd und Wagen von Dorf zu Dorf gezogen „Es wurde in den Sälen der Gasthöfe gespiel. Mit der Verbreitung des Fernsehens ist alles schwieriger geworden, das Publikum blieb lange Zeit aus und die Saalmieten wurden ständig teuerer,“ beschreibt Lauenburger die Veränderungen in seinem Metier.

Die neuen Begebenheiten hätten seinen Vater auf die Idee gebracht, ein Zelt mit einer Puppenbühne anzuschaffen. „Ich besitze Gebührenbücher mit Gemeindestempeln von ihm, die bestätigen, das unser Puppentheater bereits am 8. Juni 1965 im Ortsteil Quickborn-Heide gespielt hat. Die Gebühr betrug damals eine Mark.“

Wenn in dieser Woche in Quickborn der Vorhang aufgeht, sehen die Zuschauer zunächst einen Marktplatz und weitere romantische Bühnenbilder. Selbstverständlich treten Kasper, Räuber Hotzenplotz, die Großmutter und andere beliebte Figuren auf. Außerdem wird nach jeder Vorstellung das Puppenmuseum mit bis zu 200 Jahre alten Marionetten geöffnet, die auch einen Meter groß sein können.

„Die ältere Generation wird sich mit unsere in Handarbeit gefertigten Puppen an ihre Kindheit erinnern. Und ich verspreche allen Besuchern: Bei uns muss niemand frieren – das Theaterzelt wird geheizt.“

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