Kommunalwahl : Punktlandung bei der Frauenquote der Quickborner Grünen

Sie bewerben sich um einen Platz in der kommenden Ratsversammlung: Heinrich Kut (von links), Sonja Kruse, Kai Renner, Pamela Masou, Alfred Haack, Svenja Landsberger, Anke Moltkau, Marion Nagelfeld, Bernd Gronewaldt und Dirk Salewsky. Nicht auf dem Foto sind Sabine Schäfer-Maniezki und Klaus Wernicke.

Sie bewerben sich um einen Platz in der kommenden Ratsversammlung: Heinrich Kut (von links), Sonja Kruse, Kai Renner, Pamela Masou, Alfred Haack, Svenja Landsberger, Anke Moltkau, Marion Nagelfeld, Bernd Gronewaldt und Dirk Salewsky. Nicht auf dem Foto sind Sabine Schäfer-Maniezki und Klaus Wernicke.

50 Prozent der Listenbewerber von Bündnis 90. Auf Listenplatz eins kandidiert Marion Nagelfeld.

shz.de von
13. Februar 2018, 12:00 Uhr

Quickborn | Marion Nagelfeld steht an der Spitze der paritätisch besetzten Kandidatenliste von Bündnis 90/Die Grünen in Quickborn. Damit hat die Partei geschafft, was vor der letzten Wahl nicht gelang, nämlich den traditionell für eine Frau reservierten ersten Listenplatz auch entsprechend zu besetzen. Der amtierende Fraktionschef Heinrich Kut kandidiert auf Platz 2. Sein Ziel: „Schön wären ein oder zwei Sitze mehr in der Ratsversammlung.“

Mit den Grünen hat nun auch die letzte der in Quickborn aktiven Parteien die Wahlkreise und Listenplätze vergeben. Der 19 Mitglieder starke Ortsverband setzt auf politische Erfahrung. Auf Platz 3 folgt mit Sonja Kruse ein Parteimitglied, das bereits seit acht Jahren zur Fraktion gehört, bislang allerdings jeweils als bürgerliches Ausschussmitglied und nicht als Ratsfrau.

Bei der Besetzung des vierten Platzes entschieden sich die Grünen überraschend für den Ortsverbandsvorsitzenden Dirk Salewsky und damit gegen Alfred Haack. Salewsky hat in der laufenden Wahlperiode eine kommunalpolitische Pause eingelegt, will jetzt wieder einsteigen und hofft auf ein Mandat. Haack, übrigens kein Parteimitglied, ist seit 15 Jahren in der Ratsversammlung und leitet aktuell den Ausschuss für Kommunale Dienstleistungen. Er landete schließlich auf dem sechsen Listenplatz. Damit könnte es eng werden für den erfahrenen Kommunalpolitiker. Aktuell verfügen die Grünen über vier Sitze im Quickborner Stadtparlament.

Auf Platz fünf kandidiert Pamela Masou, auf Platz sieben wählten die Parteimitglieder die stellvertretende Kreispräsidentin Sabine Schäfer-Maniezki. Neu ist Kai Renner, erst seit dem vergangenen Jahr Parteimitglied, der auf Listenplatz acht steht. Er setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen den stellvertretenden Ortsverbandsvorsitzenden Bernd Gronewaldt durch. Gronewaldt brauchte insgesamt drei Anläufe, um schließlich auf dem zehnten Listenplatz zu landen. Im Rennen um Platz sechs war er zuvor auch Alfred Haack unterlegen. Damit wird er der nächsten Ratsversammlung wohl nicht mehr angehören.

Auf Platz neun kandidiert Anke Moltkau, auf Platz elf mit Svenja Landsberger ein politischer Neuling und auf Platz zwölf Klaus Wernicke, ebenfalls kein Parteimitglied, aber seit vielen Jahren in der Fraktion. Deren Chef Kut hat die Liste im Gespräch mit unserer Zeitung gelobt. „Wir haben ein erfahrenes Team, deren Mitglieder sich zum Teil lange kennen und gut miteinander können“, sagte er. Kut kündigte einen sachlichen Wahlkampf „für uns und nicht gegen einen der Mitbewerber“ an. Derzeit, so der Fraktionschef, werde die Kampagne konzipiert. Im Mittelpunkt dürften dabei Themen wie bezahlbarer Wohnraum in Quickborn, eine bessere Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger, die Entwicklung des ÖPNV und Car-Sharing stehen.

Die Grünen seien landes- und bundespolitisch aktuell gut aufgestellt. Davon erhoffe er sich einen Schub auch für den Ortsverband in Quickborn. „Viel wird davon abhängen, wie hoch die Wahlbeteiligung ist“, sagte er.

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