Neues Gottesdienst-Format : „Punkt 11“ ein großer Erfolg für die Ansgar-Kirchengemeinde in Ellerau

Dieter Borgeest und Gertrude Konrad genossen nach dem Gottesdienst gemeinsam einen Kaffee.
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Dieter Borgeest und Gertrude Konrad genossen nach dem Gottesdienst gemeinsam einen Kaffee.

Positive Resonanz nach besonderer Andacht. Alle Plätze im Ansgarhaus waren besetzt.

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13. März 2018, 12:15 Uhr

Ellerau | Die evangelische Kirchengemeinde Ellerau beschreitet neue Wege des Gottesdienstes. Das wurde am vergangenen Sonntag deutlich, als die Menschen unter Glockengeläut zum Gottesdienst „Punkt 11“ ins Ansgarhaus strömten. Punkt elf Uhr waren dann auch alle Plätze besetzt und der Gottesdienst unter dem Titel „Zuhause im Glück?! Einzug in ein neues Leben“ konnte beginnen.

Gemeinsam mit Silke und Stephan Remer und Nina Lewioda bildete Annette Kahl das Organisations-Team. Zum Anfang wurde ein Videoclip nach dem Muster der Flensburger-Bier-Werbung gezeigt, der für lautes Lachen und fröhliche Stimmung im Gotteshaus sorgte. Die positive Resonanz der Besucher fruchtete: „Wir planen, Punkt-11-Gottesdienste zwei Mal im Jahr anzubieten, und jedes Mal werden wir diesen Videoclip zeigen“, sagte Remer.

Kahl begann den besonderen Gottesdienst mit der Befragung von zwei Besuchern danach, wo sie sich sicher, geborgen und zu Hause fühlen und welche Spuren sie in ihrem bisherigen Leben hinterlassen hätten. „Welcher Satz ist für dein Leben wichtig, welcher Spur folgen deine Gedanken?“, fragte sie weiter. Die Antworten waren klar: „Wichtig ist mir, Jesus kennen zu lernen und ich möchte die Spuren von Jesus weitergeben.“

Was den Menschen wirklich glücklich macht

In der Predigt von Jan-Philipp Köhler, Praktikant im Ansgarhaus, thematisierte er, was den Menschen wirklich glücklich macht. Er stellte die Frage auch an die Gottesdienstbesucher und zeigte viele Dinge auf, die ihm selbst wichtig sind. Symbolisch stapelte Köhler Pappkartons mit Begriffen wie Freunde, Karriere, Geld, Moral, Ansehen, Hobbies oder Familie als Bausteine für ein Zuhause übereinander. Zu allem sage Jesus Ja, wenn man sein Haus auf festem Grund baue, werde es den Lebensstürmen trotzen, die das persönliche Glück zerstören könnten.

Dazu las er aus der Bergpredigt, Matthäus 7, Vers 24-27: „Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß.“ „Jesus ist der Baumeister unserer Lebenshäuser. Das Fundament Jesus ist unkaputtbar“, vermittelte Köhler den Besuchern.

Im Anschluss an den besonderen Gottesdienst gab es Getränke und frisch Gegrilltes. Schnell fanden sich die Gottesdienstbesucher in Gruppen zusammen und genossen den frühlingshaften Tag auf dem Kirchengelände. Dieter Borgeest aus Hamburg und Gertrude Konrad aus Henstedt-Ulzburg sind regelmäßige Kirchgänger. Beide waren sich einig: „An die Predigt muss man sich gewöhnen. Es ist sicher eine Möglichkeit, Leute zu erreichen, die sonst nicht kommen. Die Kirche muss neue Wege gehen.“ Helmut Wirtz aus Ellerau freute sich über den elf Uhr Termin: „Man kann länger frühstücken. Der Gottesdienst war bildhaft und gut gelungen, so kann man neue Leute ansprechen.“ „Die traditionellen Gottesdienste sind nicht mehr zeitgemäß und nicht sehr einladend für Jugendliche. Heute fand ich es interessant. Es war abwechslungsreich und lebendig“, sagte Christine Wesselhöft aus Barmstedt.

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