Karate : Prüfungs-Marathon in Karate

<p>Der Hasloher Nachwuchs  nach der Prüfung mit dem Trainer- und Prüfungsteam Marina Tietze, Helmut Thätz und Helmut Krumwiede (hinten, von links). </p>

Der Hasloher Nachwuchs  nach der Prüfung mit dem Trainer- und Prüfungsteam Marina Tietze, Helmut Thätz und Helmut Krumwiede (hinten, von links).

In Hasloh wurden zahlreiche Kampfsportgürtel verteilt.

shz.de von
10. Juli 2018, 16:30 Uhr

„Jeder ist heute über sich hinaus gewachsen“, sagte Helmut Thätz anerkennend zu den 57 Karatekas, die beim viereinhalbstündigen Prüfungs-Marathon vom Turn- und Sportverein Hasloh (TuS) zeigten, was sie dazugelernt haben. Ein Jahr ist es her, dass die Kampfsportler des Shotokan Dojos das letzte Mal vor dem Prüfungsteam um den internationalen Bundeskampfrichter und TuS-Trainer bestehend aus Thätz (5. Dan), Helmut Krumwiede (4. Dan) und Marina Tietze (2. Dan) standen.

Die Jüngsten, die zu einer Kyu-Prüfung antraten, waren gerade einmal fünf Jahre alt. Mit dabei Simon Bockmann, der bereits seit seinem dritten Lebensjahr im weißen Anzug auf der Matte steht. Thätz lobte den kleinen Kämpfer, der ab sofort stolzer Träger eines Gelbgurtes ist. Simon tritt damit in die Fußstapfen seiner älteren Schwester Antonia (9) und seines Vaters Thomas Bockmann.

Antonia trainiert seit ihrem vierten Lebensjahr und schaffte jetzt ihren ersten Blau-Gurt. „Karate macht mir Spaß, weil ich lerne, mich zu verteidigen“, sagte sie stolz. Der jungen Nachwuchskarateka gefallen besonders gut die „Kumite“-Partnerübungen, die sie zusammen mit ihrer Freundin Dalida Hlubikova machen kann. Antonias Lieblings-Kata, eine Einzelkampfvorführung gegen einen imaginären Gegner, ist die „Haian Yondan“, die sie in der Prüfung zum 5. Kyu zeigen musste.

Dalida übt seit vier Jahren Karate. Sie trat jetzt erfolgreich zur Grün-Gurt-Prüfung an, zu der sie die Kata „Heian Sandan“ vorführte. „Mir gefällt, dass wir im Training üben, richtig zu kämpfen“, sagte Dalida begeistert.

Der 16-jährigen Sarah Boltersdorf geht es ähnlich. Für sie seien Selbstvertrauen sowie Körperkoordination beim Karatesport wichtig. „Insgeheim denke ich: Wenn einmal etwas passiert, dann könnte ich mich verteidigen“, sagte die Gymnasiastin aus Hasloh. Natürlich gehöre auch einfach der Spaß am Training dazu.

Auf ihre Prüfung zum zweiten Braun-Gurt hat sich Sarah gemeinsam mit ihrer Freundin Marit Ewert in der Schule vorbereitet. „In den Pausen haben wir uns einen l

Ergebnisse:

Drachenkämpfer: Ben Rathjens, Milena Witt, Henry Manke, Jule Düvell, Ben Manke. Weiß-Gelbe Zwischenprüfung: Erik Pfisterer, Denli Hakaj, Romal Sadri, Greta Worthmann, Nelly Schulze, Ava Stalfort, Florian Knorr. Prüfung zum 8. Kyu – Gelb-Gurt: Simon Bockmann, Kinga Klopotek, Stella Wullf, Lewin Ipsen, Valeska Voigt, Greta Muschard, Liva Olschewski, Sofia Kalweit, Julian Wüstenberg, Marit Ewert. Gelb-Orange-Zwischenprüfung: Mattis Bergholter, Finn Demski. Prüfung zum 7. Kyu – Orange-Gurt: Ben Bruhn, Melina Sachse, Jonathan Schmult, Emma Janßen, Julia Hillebrand, Johanna Guckel, Paulina Bruhn, Laura Kappelmann, Annabell Dreyer, Paulina Flor. Prüfung zum 6. Kyu – Grün-Gurt: Noel Holzinger, Danilo Boskovic, Dalida Hlubikova, Lasse Koch, Conrad Haensel, Miriam Schmult, Jacob Schmult, Pius Schönwandt. Prüfung zum 5. Kyu – 1. Blau-Gurt: Rebecca Schmult, Antonia Bockmann Tamina Brand, Alexandra Ellrodt, Barbara Ellrodt, Luisa Pollok, Hannah Janßen, Ariyan Krieger, Moritz Haensel, Hendrik Bockstede. Prüfung zum 4. Kyu – 2. Blau-Gurt: Chrystyna Heggblum, Thomas Bockmann. Prüfung zum 2. Kyu – 2. Braun-Gurt: Sarah Boltersdorf, Olaf Niemann.

eeren Klassenraum gesucht und unsere Katas und Kumite geübt“, berichteten die beiden und lachten dabei.

Marit hat erst vor einem Jahr mit dem Karatesport angefangen. „Sarah hat mich überredet, mal mitzukommen“, sagte sie. „Es hat mir sofort viel Spaß gemacht, weil man beim Kämpfen seinen Frust der Woche rauslassen kann“, so Marit weiter. Ältester Teilnehmer mit knapp 70 Jahren war Olaf Niemann, der wie Sarah mit der Kata „Bassa Dai“ seinen zweiten Braun-Gurt erhielt. „Das ist eben das Schöne am Karatesport“, erläuterte Thätz. Man könne in jedem Alter damit anfangen und nach den individuellen Möglichkeiten auch unbegrenzt fortsetzen.

Die kleinen Nachwuchskaratekas haben im Hasloher Dojo zweimal pro Woche die Chance zu trainieren, am Dienstag mit Thätz und am Freitag mit Tietze. Die Kinder sind in verschiedene Gruppen, je nach Alter und Gurt-Farbe, eingeteilt. Für Freunde, die gerne miteinander kämpfen möchten, jedoch ein unterschiedliches Niveau haben, vermischen sich die Gruppen auch schon mal.

In der Gruppe der Jugendlichen und Erwachsenen trainieren ebenfalls Träger sämtlicher Gurt-Farben gemeinsam. Außer am Dienstag und am Freitag gibt es für die Fortgeschrittenen jeden Donnerstag ein spezielles Kata-Training mit dem vierten TuS- Trainer Colin De Silva (4. Dan).

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